500 Menschen demonstrieren in Hamm für reproduktive Gerechtigkeit und gegen Abtreibungsverbote
Dragan Zimmer500 Menschen demonstrieren in Hamm für reproduktive Gerechtigkeit und gegen Abtreibungsverbote
In Hamm fand vergangenen Donnerstag eine Demonstration für reproduktive Rechte statt. Rund 500 Menschen zogen durch die Innenstadt. Der Protest begann um 10 Uhr auf dem Marktplatz unter dem Motto 'Reproduktive Gerechtigkeit – Gegen das katholische Abtreibungsverbot'. Die Teilnehmenden zogen anschließend entlang der Widumstraße und der Marker Allee, bevor sie sich vor dem Landesarbeitsgericht versammelten. Gegen 11:40 Uhr endete der Marsch. Gleichzeitig fand in der Nähe eine separate, stationäre Kundgebung statt, organisiert von der Initiative 'Aktion für das Recht auf Leben für alle'. Im Mittelpunkt stand das Thema 'Menschenwürde und das Recht auf Leben für alle Menschen'. Vierzehn Personen nahmen daran teil; die Polizei begleitete auch diese Veranstaltung bis zu ihrem Ende gegen Mittag. In keiner anderen Stadt oder Gemeinde Nordrhein-Westfalens wurden in den vergangenen zwölf Monaten ähnliche Demonstrationen zu reproduktiver Gerechtigkeit oder Abtreibungsrechten gemeldet. Beide Versammlungen verliefen unter polizeilicher Aufsicht friedlich. Während der größere Marsch Forderungen nach reproduktiven Rechten in den Vordergrund stellte, betonte die kleinere Kundgebung pro-life-Argumente. Beide Veranstaltungen endeten wie geplant ohne Zwischenfälle.