Aachen wird zur jüngsten Universitätsstadt Deutschlands mit Rekord-Studierendenzahlen
Dragan ZimmerAachen wird zur jüngsten Universitätsstadt Deutschlands mit Rekord-Studierendenzahlen
Aachen hat sich trotz seiner vergleichsweise geringen Größe als herausragende Universitätsstadt etabliert. In den vergangenen zehn Jahren zog die Stadt besonders viele junge Erwachsene an – mittlerweile ist fast ein Viertel der Bevölkerung zwischen 20 und 29 Jahre alt. Auch die Zahl der Studierenden stieg kontinuierlich und erreichte in den letzten Jahren über 60.000.
Zwischen 2014 und 2024 zogen jährlich durchschnittlich 9.990 Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren nach Aachen, während etwa 9.518 die Stadt verließen. Daraus ergibt sich ein positiver Wanderungssaldo von 472 Personen pro Jahr. Dieser stetige Zuzug prägt die Demografie: 23 Prozent der Einwohner gehören mittlerweile zu dieser Altersgruppe.
Besonders auffällig ist der hohe Männeranteil in dieser Gruppe – sie machen 13,8 Prozent der Gesamtbevölkerung Aachens aus, der höchste Wert aller deutschen Städte. Die Attraktivität der Stadt hängt eng mit ihren Hochschulen zusammen, vor allem im Ingenieurwesen. Im Wintersemester 2022 waren in Aachen 60.315 Studierende immatrikuliert, was bundesweit den neunten Platz bedeutet. Nur Berlin verzeichnete mehr Studierende in ingenieurwissenschaftlichen Fächern.
Ingenieurwissenschaften dominieren das akademische Bild: 63,23 Prozent aller Studierenden sind in diesen Disziplinen eingeschrieben. Seit 2015 stieg die Gesamtzahl der Studierenden von 54.589 auf 60.315 – ein weiterer Beleg für Aachens Ruf als bedeutender Hochschulstandort.
Die Kombination aus junger Bevölkerung und starkem Studierendenwachstum hebt Aachen von größeren Städten ab. Der kontinuierliche Anstieg sowohl der Einwohner- als auch der Studierendenzahlen unterstreicht seine Rolle als zentraler Wissenschafts- und Universitätsstandort. Getrieben wird dieser Trend maßgeblich von den Ingenieurwissenschaften, die weiterhin technisch begabte Talente in die Stadt ziehen.
