Abschied vom Gorki-Theater: Eine Ära des postmigrantischen Theaters endet
Georgine MansAbschied vom Gorki-Theater: Eine Ära des postmigrantischen Theaters endet
Das Maxim-Gorki-Theater hat seinen letzten Abschiedsabend gefeiert – und damit das Ende einer Ära eingeläutet. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung einen künstlerischen Neuanfang für die renommierte Institution.
Unter dem Titel „Lieder aus den letzten Jahren“ präsentierte der Abend Ausschnitte aus jüngeren Produktionen. Jonas Dassler trug im Rahmen des Programms den „Fledermaus-Aussterbelied“ vor.
Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, hielt sich mit Worten zurück. Statt einer langen Rede bedankte sie sich schlicht bei den Anwesenden. Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, würdigte sie in einer Ansprache.
Unter Langhoffs Leitung entwickelte sich das Gorki-Theater zu einer Vorreiterin des postmigrantischen Theaters und festigte seinen Platz im deutschen Theaterkanon. Der Abschiedsabend ehrte das Erbe der Bühne – und vor allem Shermin Langhoffs prägenden Einfluss auf ihre künstlerische Identität. Mit der Schließung des Gorki-Theaters geht eine bedeutende Epoche des deutschen Theaters zu Ende.
