31 January 2026, 11:11

Abschied von der Autobahnkirche Bochum: 15 Jahre Rastort für Reisende enden

Eine große Backsteinkirche mit einem Kirchturm, umgeben von Gebäuden, Straßenmasten, Straßenlaternen, Kraftfahrzeugen, Fußgängern, Mülltonnen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Abschied von der Autobahnkirche Bochum: 15 Jahre Rastort für Reisende enden

VFL Bochum's Autobahnkirche schließt nach 15 Jahren ihre Türen

Die Autobahnkirche Bochum, die Reisenden seit 15 Jahren als Rastort diente, wird an diesem Samstag endgültig ihre Pforten schließen. Die Kirche, bekannt für ihre Unterstützung von Autofahrern und jährliche Gedenkveranstaltungen, wurde für 780.000 Euro verkauft. Pläne für eine Gedenkstätte für Verkehrsopfer wurden aufgrund des Verkaufs nun aufgegeben.

Ein halbes Jahrzehnt lang bot die Kirche täglich rund 15 Besuchern einen ruhigen Rückzugsort. Zudem war sie Schauplatz besonderer Veranstaltungen, darunter der jährliche "Tag der Autobahnkirchen" sowie ein für 2025 geplantes Treffen von Motorradfahrern. Jedes Jahr gedachte eine Andacht der Verkehrsunfallopfer in Bochum und der Region.

Mit dem Verkauf verliert das Gebäude seine Weihe – damit endet die christliche Nutzung. Für Samstagmorgen ist ein Abschiedstreffen für die ehrenamtlichen Helfer vorgesehen. Schilder und Banner werden abgebaut, wenn die Kirche offiziell schließt.

Die Identität des neuen Eigentümers bleibt unbekannt. Der für 780.000 Euro getätigte Verkauf hat bereits Interesse geweckt, doch über den Käufer wurden keine Details bekannt.

Das Aus für die Autobahnkirche markiert das Ende eines langjährigen Zufluchtsorts für Reisende im Ruhrgebiet. Da das Gebäude nicht mehr geweiht ist, bleibt seine künftige Nutzung ungewiss. Die Absage der geplanten Gedenkstätte hinterlässt die Opfer von Verkehrsunfällen ohne einen eigenen Ort des Gedenkens.