15 May 2026, 12:58

Afrikanische Schweinepest in NRW: Behörden verschärfen Maßnahmen gegen Seuchenausbruch

Eine Gruppe von Schweinen, die eng in einem Stall mit einem Schuppen und Fenstern im Hintergrund stehen und besorgt aussehen.

Afrikanische Schweinepest in NRW: Behörden verschärfen Maßnahmen gegen Seuchenausbruch

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest breitet sich in Nordrhein-Westfalen aus

In den Wäldern Nordrhein-Westfalens grassiert ein wachsender Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Nachdem infizierte Wildschweine in drei Kreisen entdeckt wurden, haben die Behörden die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft. Dazu gehören Zäune, Suchaktionen und strenge Regeln für Besucher.

Das erste infizierte Wildschwein wurde in Kirchhundem im Kreis Olpe nachgewiesen. Seitdem haben sich rund 170 weitere tote Tiere in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein als positiv herausgestellt. Mittlerweile hat die Seuche auch den Hochsauerlandkreis erreicht, was zu dringendem Handlungsbedarf führt.

Um die Ausbreitung zu kontrollieren, wurde ein Kerngebiet von etwa 143.000 Hektar mit 114 Kilometern Schutzzäunen umgeben. Suchtrupps, unterstützt von Spürhunden und Drohnen, haben bereits 100 Quadratkilometer Wald durchkämmt. Ihre Aufgabe besteht darin, infizierte Kadaver aufzuspüren und sicher zu beseitigen.

Das Landwirtschaftsministerium hat strenge Verhaltensregeln für Waldbesucher erlassen: Das Verlassen markierter Wege ist verboten, das Sammeln von Pilzen untersagt, und Hunde müssen an der Leine geführt werden. Diese Vorschriften sollen verhindern, dass Menschen das Virus unbeabsichtigt verbreiten. Achtlos weggeworfene Lebensmittel, insbesondere Fleisch, können Wildschweine anstecken, wenn sie im Wald liegen bleiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei Verstößen gegen die Auflagen drohen Bußgelder von 30 Euro bis zu 25.000 Euro. Priorität hat es, die ASP auf ein begrenztes Gebiet zu beschränken und eine Übertragung auf Hausschweine zu verhindern.

Die Behörden bleiben weiter gefordert, da Suchaktionen und Zaunbau noch ausgebaut werden. Die Einhaltung der neuen Regeln ist entscheidend, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bei Erfolg könnten diese Maßnahmen schwerwiegendere Schäden für Wild- und Nutztierbestände abwenden.

Quelle