Alex Bex hinterfragt Männlichkeitsbilder mit preisgekrönter Cowboy-Serie
Dragan ZimmerAlex Bex hinterfragt Männlichkeitsbilder mit preisgekrönter Cowboy-Serie
Der in Berlin ansässige Fotograf Alex Bex hat mit seinem langfristigen Dokumentarprojekt Erinnerungen an Staub Anerkennung gefunden. Die Serie, die mit einer Nikon-Filmkamera entstanden ist, erkundet das Thema Männlichkeit in der modernen Gesellschaft am Beispiel von Texas-Cowboys. Kürzlich belegte Bex mit dieser Arbeit den dritten Platz im Professional-Wettbewerb der Sony World Photography Awards.
Bex, ein Fotograf mit französischen und amerikanischen Wurzeln, arbeitet seit acht Jahren professionell. Seine Karriere begann mit Presseaufnahmen für Musiker, bevor er sich der Kunst- und Dokumentarfotografie zuwandte. Seine Faszination für Westernfilme und deren Darstellung starker männlicher Hauptfiguren prägte früh seine Vorstellung von Männlichkeit. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dieses Interesse zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Cowboy-Mythos und dessen mediale Verklärung.
Erinnerungen an Staub wurde im Juni 2025 präsentiert, wobei eines der Motive – ein rothaariger Junge – für die Marketingkampagne der Awards genutzt wurde. Das Projekt war zudem im Magazin Digital Camera World zu sehen. Bex' Herangehensweise verbindet kindliche Prägungen mit einer tiefgründigen Hinterfragung kultureller Klischees.
Wer sich für Dokumentarfotografie interessiert, dem rät Bex zu Geduld und der Erkundung persönlicher Leidenschaften. Sein eigener Werdegang spiegelt diese Philosophie wider: vom Musikfotografen zum Erzählenden langformatiger Geschichten.
Der Erfolg des Projekts unterstreicht Bex' Fähigkeit, persönliche Neugier mit gesellschaftskritischem Kommentar zu verbinden. Seine Arbeiten hinterfragen weiterhin gängige Vorstellungen von Männlichkeit in einer sich rasant wandelnden Welt. Die Auszeichnung bei den Sony World Photography Awards festigt seinen Platz in der zeitgenössischen Dokumentarfotografie.






