Anti-Duckface-Tag: Warum tauschen am 22. Juli Tausende ihr Profilbild?
Gordon AdlerAnti-Duckface-Tag: Warum tauschen am 22. Juli Tausende ihr Profilbild?
Jedes Jahr am 22. Juli tauschen Menschen ihr Profilbild gegen ein spielerisches Abzeichen – statt der üblichen Schmollmund-Pose. Diese humorvolle Tradition markiert den Anti-Duckface-Tag, eine Kampagne des deutschen Comedy-Trios Y-TITTY. Die Aktion setzt sich auf unterhaltsame Weise gegen den weitverbreiteten Schmollmund-Trend ab, der auf Social Media und Dating-Plattformen allgegenwärtig ist.
Der Duckface-Trend beschreibt eine bestimmte, schmollende oder küssende Gesichtspose, die vor allem in Selfies zu sehen ist. Besonders bei jungen Frauen wurde sie populär, nicht zuletzt durch den Einfluss von Prominenten. Studien deuteten sogar darauf hin, dass Profile mit solchen Fotos auf Dating-Portalen mehr Nachrichten erhielten.
2011 initiierte Y-TITTY den Anti-Duckface-Tag als spielerischen Protest. Die Bewegung wuchs schnell: Es gab eine eigene Website (antiduckface.com) und eine Facebook-Seite. Das Trio veröffentlichte zudem eine Hymne auf YouTube, was die Reichweite der Kampagne weiter steigert.
Beim ersten Anti-Duckface-Tag 2012 beteiligten sich rund 21.000 Menschen. Seitdem ersetzen Unterstützer:innen jedes Jahr ihr Profilbild durch ein Anti-Duckface-Abzeichen. Das Datum, der 22. Juli, fällt zudem mit dem Pi-Approximation-Day zusammen – für manche also ein skurriles Doppeljubiläum.
Der Anti-Duckface-Tag zieht auch heute noch jährlich tausende Teilnehmer:innen an. Die Aktion bleibt eine humorvolle Möglichkeit, einen weitverbreiteten Social-Media-Trend zu hinterfragen. Indem sie ihre Fotos gegen Badges tauschen, halten die Unterstützer:innen die Kampagne sichtbar und lebendig.






