28 June 2026, 20:26

Apotheker fordern letzte Änderungen vor der entscheidenden Reformabstimmung

Hoffmann: "Jetzt müssen Gespräche geführt werden"

Apotheker fordern letzte Änderungen vor der entscheidenden Reformabstimmung

Die Apothekerbranche in Deutschland drängt die Politik, in letzter Minute noch Änderungen am Entwurf der Apothekenreform vorzunehmen. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, bezeichnet dies als einen entscheidenden Moment für das Gesundheitssystem des Landes.

Anfang dieses Jahres hatte der Berufsstand ein Positionspapier vorgelegt, das die Zukunft der Apotheken skizziert. Damit verbundenen sich Hoffnungen, dass der Koalitionsvertrag langjährige Forderungen nach einer besseren Vergütung aufgreifen würde. Hoffmann betont nun, dass die Verbesserung der Bezahlung für Apotheken oberste Priorität in der Reform haben müsse.

Der Kabinettsausschuss wird den Gesetzentwurf zur Apothekenreform am 17. Dezember beraten. Anschließend findet im Bundestag bis Ende Januar die erste Lesung statt. Öffentliche Proteste wurden zunächst bis zum 17. Dezember ausgesetzt, um stattdessen den Dialog mit Politikern zu suchen und eine weitere Zuspitzung der Lage zu vermeiden.

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Hoffmann räumte ein, dass viele Teile des Reformentwurfs Korrekturen, Anpassungen und Ergänzungen benötigten. Der Vorstand der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hat zentrale Bereiche identifiziert, die dringend überarbeitet werden müssen. Darunter wurden fünf Prioritäten als entscheidend für das Überleben der Apotheken und die Stabilität des politischen Rahmens benannt. Hoffmann besteht darauf, dass die erste Forderung eine Erhöhung der Festbetragsvergütung ist – eine Maßnahme, die für Apotheken unverzichtbar sei, um ihren wachsenden Verpflichtungen gerecht zu werden.

Die kommenden Wochen sind wegweisend für die Apothekenreform. Die Apotheker setzen sich weiter für Änderungen vor der Kabinettssitzung am 17. Dezember ein. Ihr Fokus liegt darauf, eine faire Vergütung durchzusetzen und die langfristige Stabilität der Apothekenversorgung zu sichern.

Quelle