02 April 2026, 12:37

Aprilscherze im Rheinland: Aus Spaß wird Ernst – und Wein-Wellness Realität

Cartoon von zwei Personen in einem gelben Luftboot auf dem Wasser mit einem Sprechblasen über ihnen, die den Text "Mach kein Theater drum ohne das Dartspiel, das wär' todlangweilig." zeigt.

Aprilscherze im Rheinland: Aus Spaß wird Ernst – und Wein-Wellness Realität

Aprilscherze brachten dieses Jahr im Rheinland humorvolle Ankündigungen – manche davon werden nun Realität

Am diesjährigen 1. April sorgten scherzhafte Meldungen in der gesamten Rheinregion für Heiterkeit. Von historischen Denkmälern bis hin zu weinbasierten Wellness-Ideen: Lokale Persönlichkeiten und Unternehmen überboten sich mit humorvollen Streichen – wobei manche der vermeintlichen Scherze inzwischen ernsthafte Pläne sind. Die Tradition der Aprilscherze zog diesmal Politiker, Winzer und sogar Feuerwehrleute in ihren Bann, die mit kreativen Falschmeldungen für Unterhaltung sorgten.

In Mainz behauptete der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU), alle Baustellen der Stadt – darunter das Rathaus und das Gutenberg-Museum – seien ab sofort als historische Denkmäler unter Schutz gestellt. Seine mit Augenzwinkern vorgetragene Erklärung am 1. April umfasste sogar langjährige Projekte wie die Binger Straße, die angeblich Teil des fiktiven Denkmalschutzprogramms seien.

Der FDP-Politiker Thomas A. Klann nutzte den Tag der Weiteren, um politische Desinformation auf die Schippe zu nehmen: Er gab bekannt, zur CDU überzulaufen. Sein Scherz machte deutlich, wie schnell sich falsche Behauptungen selbst in der Kommunalpolitik verbreiten können.

Auch die Weinregion machte mit. Eine lokale Zeitung aus dem Ahrtal berichtete von einem Winzer, der einen Rotwein-Whirlpool mit angeblichen Gesundheitsvorteilen erfunden habe. In der Nähe verkündete Schloss Vollrads im Rheingau Pläne für eine Thermalquelle mit mineralstoffreichem Wasser auf seinem Gelände – inklusive "Hydro-Vinotherapie", einer Mischung aus Heilwasserbehandlungen und Riesling-Verkostungen. Doch anders als andere Aprilscherze blieb diese Idee hängen: Das Weingut bestätigte später ein reales Projekt, das Riesling Vitality Retreat, das 2026 in Oestrich-Winkel eröffnet werden soll. Geplant sind nun Weinberg-Yoga, Weintherapie-Sitzungen und mit Riesling angereicherte Spa-Behandlungen.

Andernorts postete ein Mainzer Metzger namens Peter scherzhaft auf Social Media, er sei neuer Küchenchef beim Fußballclub Mainz 05 – und erntete dafür 447 Likes. Die Freiwillige Feuerwehr in Ahrweiler zog mit: Sie präsentierte ein "Feuerwehrpferd" als neues Einsatzfahrzeug, das angeblich schwieriges Gelände schneller bewältigen könne als Lkw.

Während die meisten Aprilscherze nach dem 1. April in Vergessenheit gerieten, hat sich das Wellness-Konzept von Schloss Vollrads zu einem echten Tourismusprojekt entwickelt. Das Rheingauer Weingut will Oestrich-Winkel nun zu einem vollwertigen Wellness-Standort ausbauen – ein Beweis dafür, dass manche Scherze durchaus reale Pläne anstoßen können. Andere Falschmeldungen, von "Denkmal"-Baustellen bis zu Wein-Whirlpools, blieben dagegen einfach nur ein Lacher.

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