BaFin erweitert Prüfung: Gerresheimer steht wegen Finanzpraktiken unter Druck
Georgine MansGerresheimer: Bafin kündigt weitere Bilanzprüfungen an - BaFin erweitert Prüfung: Gerresheimer steht wegen Finanzpraktiken unter Druck
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) leitet vertiefte Prüfung der Finanzpraktiken von Gerresheimer ein
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat eine umfassendere Überprüfung der Finanzpraktiken des Unternehmens Gerresheimer angekündigt. Zudem wird die Behörde eine neue Untersuchung zu dessen Berichterstattung einleiten und ihre Kontrollen damit bis ins nächste Jahr ausweiten. Nach Bekanntwerden der Nachricht brachen die Aktien des Konzerns deutlich ein.
Bereits zuvor hatte die BaFin Gerresheimer wegen des Umgangs mit sogenannten 'Bill-and-Hold'-Verträgen kritisiert. Bei solchen Vereinbarungen werden Waren bereits vor der Lieferung in Rechnung gestellt – eine Praxis, die sich auf die ausgewiesenen Umsätze auswirken kann. Die Aufsichtsbehörde nannte zwar keine konkreten Mängel, hatte in früheren Bewertungen jedoch Bedenken angemeldet.
Die aktuelle Untersuchung wird nun einen verlängerten Zeitraum abdecken, und zwar vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Mai 2025. Dies folgt auf den Beschluss der BaFin, ihre laufende Prüfung der Finanzberichte des Unternehmens auszuweiten. Anleger reagierten prompt: Die Gerresheimer-Aktie gab im nachbörslichen Handel deutlich nach.
Durch die erweiterte Untersuchung wird die BaFin die Finanzberichterstattung von Gerresheimer über zusätzliche sechs Monate hinweg unter die Lupe nehmen. Im Fokus der Behörde stehen weiterhin die Buchhaltungspraktiken, insbesondere die Umsatzerfassung. Das Unternehmen muss sich damit auf eine längerfristige Überwachung einstellen, während die Aufseher mögliche Unregelmäßigkeiten aufklären wollen.






