Bahnhof Ründeroth wird endlich barrierefrei – doch Zeitdruck bleibt
Dragan ZimmerBahnhof Ründeroth wird endlich barrierefrei – doch Zeitdruck bleibt
Bahnhof Ründeroth in Engelskirchen soll nach Jahren der Verzögerung barrierefrei werden
Jahre lang mussten Fahrgäste in Engelskirchen Treppen steigen, um die Bahnsteige des Bahnhofs Ründeroth zu erreichen – eine Belastung für Anwohner und Pendler. Nun hat die Gemeinde die Initiative ergriffen, um das lange verschobene Projekt voranzutreiben.
Erst kürzlich fasste der Gemeinderat einen Beschluss, der lokale Vertreter auffordert, sich bei der Deutschen Bahn für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs einzusetzen. Ziel ist es, die Bauarbeiten mit der geplanten Sperrung der RB25-Linie zwischen Ende März und Anfang August zu koordinieren. Politiker warnen, dass ein Verpassen dieses Zeitfensters später zu einer weiteren störenden Vollsperrung führen könnte.
Laut den Plänen der Deutschen Bahn soll der zentrale Bahnsteig stufenlos zugänglich werden. Engelskirchen verfügt dabei über ein gewisses Verhandlungsgewicht: Das Unternehmen möchte zwei Bahnübergänge dauerhaft schließen – darunter einen bisher manuell bedienten –, doch nur unter der Bedingung, dass die Barrierefreiheit des Bahnhofs verbessert wird.
Wann genau die Arbeiten beginnen, steht jedoch noch nicht fest. Entscheidend ist die erfolgreiche Ausschreibung von Bauunternehmen sowie die Vermeidung von Planungsfehlern, wie sie etwa beim Bahnhof Spaichingen auftraten. Dort begannen die Bauarbeiten erst im April 2024 – nach jahrelangen Verzögerungen.
Gelingt die rechtzeitige Umsetzung, fällt eine langjährige Hürde für Fahrgäste weg. Ob das Projekt gelingt, hängt nun davon ab, ob Auftragnehmer gefunden werden und weitere Verzögerungen ausbleiben. Bis dahin bleibt Pendlern nichts anderes übrig, als weiterhin die Treppen zum Bahnsteig zu nutzen.






