19 June 2026, 00:26

Bayreuther Festspiele entschuldigen sich bei Michel Friedman nach Kritik an abgesagter Veranstaltung

Wer schreit am lautesten 'Antisemitismus'?

Bayreuther Festspiele entschuldigen sich bei Michel Friedman nach Kritik an abgesagter Veranstaltung

Das Bayreuther Festspielhaus steht wegen seines Umgangs mit einer Veranstaltung mit Michel Friedman in der Kritik. Ein kürzlich erschienener Bericht der Süddeutschen Zeitung löste eine Debatte über den historischen Kontext des Festivals und sein Verhältnis zu jüdischen Persönlichkeiten aus. Das Festival hat sich inzwischen bei Friedman entschuldigt, die Veranstaltung wird wie geplant stattfinden.

Die Süddeutsche Zeitung hatte zunächst berichtet, das Festival habe eine nicht öffentlich angekündigte Veranstaltung mit Michel Friedman abgesagt. Friedman warf dem Festival daraufhin vor, die Absage sei ein Zeichen von Antisemitismus. Er argumentierte, das Festival habe sich nie ausreichend mit seiner historischen Verstrickung in antisemitische Traditionen auseinandergesetzt.

Katharina Wagner erklärte später, Sicherheitsbedenken hätten zur Absage der Veranstaltung geführt. Das Festival präzisierte, es habe nie offiziell eine Veranstaltung mit Friedman geplant. Christian Thielemann fügte hinzu, Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit hätten bereits vor über einem Jahr stattgefunden, seien aber aufgrund von Terminüberschneidungen nicht konkretisiert worden.

Das Festival setzt sich seit Langem mit seiner Vergangenheit auseinander. Es hat jüdische Dirigenten engagiert und Veranstaltungen zu Wagners Antisemitismus organisiert, darunter eine Gesprächsreihe mit Stephen Fry. Auch in Bühnenproduktionen und Symposien wurde die Verbindung des Festivals zum Nationalsozialismus thematisiert.

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Mittlerweile hat sich das Bayreuther Festspielhaus bei Michel Friedman entschuldigt, die Veranstaltung wird nun doch stattfinden. Das Festival betont, es habe sich in verschiedenen Initiativen aktiv mit seinen historischen und kulturellen Herausforderungen beschäftigt. Friedmans Beteiligung bleibt weiterhin von öffentlichem Interesse.

Quelle