Bergisch Gladbach ändert Verkehrspläne an Kölner Straße nach Bürgerprotesten
Ignaz KreuselBergisch Gladbach ändert Verkehrspläne an Kölner Straße nach Bürgerprotesten
Bergisch Gladbach überarbeitet Pläne zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur an der Altenberger-Dom-Straße in Köln
Nach Protesten von Anwohnern aus Nittum, die Befürchtungen wegen möglicher Verkehrsstaus und einer Zunahme von Schleichverkehr äußerten, hat die Stadt Bergisch Gladbach ihre Pläne zur Modernisierung der Verkehrswege entlang der Altenberger-Dom-Straße in Köln überarbeitet. Ziel ist es nun, die notwendigen Aufwertungen mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für Autofahrer und Fußgänger in Einklang zu bringen.
Ursprünglich sollte das Projekt den Verkehrsfluss optimieren, die Sicherheit erhöhen und die Barrierefreiheit verbessern. Geplant waren unter anderem die Neuasphaltierung der Straße, die Verbreiterung von Gehwegen und Radwegen, die Aufwertung von Grünflächen sowie die Modernisierung von Parkbereichen. Zudem war ein Einbahnstraßensystem vorgesehen, um die Ampelschaltungen an Kreuzungen effizienter zu gestalten.
Anwohner aus Nittum wandten sich jedoch gegen die Pläne, da sie befürchteten, dass sich durch die geänderten Verkehrsströme mehr Fahrzeuge auf angrenzende Straßen wie den Nittumer Weg und den Zehntweg verlagern würden. Als Reaktion darauf passte die Stadt ihre Vorgehensweise an: Im nördlichen Abschnitt der Altenberger-Dom-Straße in Köln wird zunächst nur ein Gehweg erneuert, sodass beide Fahrspuren während der Bauarbeiten offen bleiben. Diese Maßnahme soll Verzögerungen verringern und den Verkehrsfluss aufrechterhalten. Zudem kündigte die Stadt an, eine Strategie zu entwickeln, um zu verhindern, dass Umleitungsverkehr Wohngebiete als Abkürzung nutzt.
Während weitere Bauabschnitte – etwa schulbezogene Installationen – voraussichtlich Anfang 2026 beginnen sollen, stehen konkrete Termine für das Einbahnstraßensystem oder zusätzliche Bauphasen noch nicht fest. Die Verantwortlichen bitten die Anwohner um Geduld und Verständnis, während die Anpassungen weiter vorangetrieben werden. Durch eine enge Abstimmung mit den beauftragten Unternehmen hofft die Stadt, weitere Verzögerungen zu vermeiden und die Belastungen so gering wie möglich zu halten.
Der überarbeitete Plan sieht vor, dass in der ersten Bauphase beide Fahrspuren befahrbar bleiben. Weitere Maßnahmen, darunter das Einbahnstraßensystem, sollen zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden, wobei die genauen Zeitpläne noch nicht feststehen. Die Stadt versicherte den Anwohnern, dass ihr Feedback in die Überarbeitungen eingeflossen sei und man weiterhin daran arbeite, Verkehrsprobleme in den umliegenden Gebieten zu minimieren.