Bergisch Gladbach erhöht 2026 Gebühren für Grundsteuer und Abfall massiv
Gordon AdlerBergisch Gladbach erhöht 2026 Gebühren für Grundsteuer und Abfall massiv
Bergisch Gladbach erhebt neue Gebühren für 2026 – deutliche Steigerungen bei Grundsteuer, Abfall und Straßenreinigung
Die Stadt Bergisch Gladbach hat neue Gebührenbescheide für das Jahr 2026 verschickt, die Grundsteuern, Abfallentsorgung und Straßenreinigung betreffen. Besonders stark steigen dabei einige Abgaben: Die Kosten für die Abwasserentsorgung erhöhen sich für viele Haushalte um über 20 Prozent. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen werden aufgefordert, ihre Bescheide genau zu prüfen.
Insgesamt wurden 49.000 Grundsteuerbescheide sowie 27.200 Gebührenmitteilungen für Abfall, Abwasser, Straßenreinigung und Winterdienste versandt. Die Gebühren für Restmüll steigen um fünf Prozent – damit kostet die kleinste 60-Liter-Tonne künftig 108,96 Euro pro Jahr, die Standardgröße von 120 Litern schlägt mit 435,84 Euro zu Buche. Die Entsorgungsgebühren für Bioabfälle bleiben für Privathaushalte unverändert, während gewerbliche Kunden mit Aufschlägen zwischen 5,7 und 7,9 Prozent rechnen müssen.
Die höchsten Erhöhungen gibt es bei der Abwassergebühr: Ein Plus von 21,3 Prozent wird die Jahresrechnung für einen typischen Vier-Personen-Haushalt um mehrere hundert Euro erhöhen. Auch Unternehmen müssen tiefer in die Tasche greifen, darunter ein Anstieg der Abfallentsorgungsgebühren um 7,5 Prozent. Bei den Straßenreinigungskosten fallen die Steigerungen unterschiedlich aus: Die Grundgebühr für die Reinigung steigt um 12 Prozent, während die Winterdienst-Zuschläge stark variieren – zwischen 7,5 und 39,7 Prozent.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach (AWB), zuständig für Abfall und Straßendienste, bittet Eigentümer, die kein Haushalt mehr in der Stadt besitzen, ihre Daten per E-Mail ([email protected]) oder postalisch zu aktualisieren. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung wird darum gebeten, von telefonischen Anfragen abzusehen. Fragen zur Grundsteuer sind an [email protected] zu richten, Anliegen zu Abfall und Straßenreinigung können per E-Mail an [email protected] oder schriftlich eingereicht werden.
Die neuen Gebühren treten 2026 in Kraft. Einige Haushalte müssen mit vierstelligen Mehrkosten bei der Abwasserentsorgung rechnen. Änderungen bei Eigentumsverhältnissen oder Rückfragen sollten schriftlich eingereicht werden, um Verzögerungen zu vermeiden. Die Stadt betont, dass für alle Anfragen ausschließlich E-Mail oder der Postweg genutzt werden sollen.