27 March 2026, 10:30

Bergisch Gladbach führt 2026 Rechtsanspruch auf OGS-Plätze ein – doch Engpässe bleiben

Plakat, das eine verlängerte Anmeldefrist für den Gesundheitsschutz bis zum 15. August ankündigt und ein Logo enthält.

Bergisch Gladbach führt 2026 Rechtsanspruch auf OGS-Plätze ein – doch Engpässe bleiben

Ab dem Jahr 2026 gilt in Bergisch Gladbach ein neuer Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Die Neuregelung garantiert allen Erstklässlern einen Betreuungsplatz, doch Unsicherheit herrscht weiterhin über Verfügbarkeit und Verteilung. Im vergangenen Jahr hatten Familien mit Absagen an Wunschschulen zu kämpfen – einige zogen sogar vor Gericht, um einen Platz zu erstreiten.

Im Schuljahr 2025/26 klagten zwei Familien, nachdem ihre Kinder an Schulen in Stadtteilen wie Schildgen, Katterbach und Bensberg abgelehnt worden waren. Eine der Klagen hatte Erfolg und unterstrich die Spannungen aufgrund begrenzter Kapazitäten. Nun, mit dem bevorstehenden Schuljahr 2026/27, gibt die Stadt zu, noch nicht sagen zu können, wie viele OGS-Plätze tatsächlich zur Verfügung stehen werden.

Laut Stadt gibt es zwar theoretisch genug Plätze für alle Erstklässler im gesamten Stadtgebiet, doch an drei Schulen – der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst – fehlen bis zu 23 Betreuungsplätze. Geplante 200 bis 300 zusätzliche Plätze sollen die Situation entspannen, doch der größte Engpass bleibt der physische Raum. Bauliche Erweiterungen kommen für das kommende Schuljahr zu spät.

Obwohl die Anmeldefrist bereits abgelaufen ist, sind die endgültigen Kriterien für die Platzvergabe noch unklar. Der Rechtsanspruch für Erstklässler hat Vorrang, was ältere Schülerinnen und Schüler benachteiligt. Die endgültigen Zusagebescheide erhalten die Familien erst Ende März – die Unsicherheit bleibt.

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Aktuell liegt die Abdeckungsquote der Nachmittagsbetreuung bei etwa 77 Prozent und verfehlt damit das angestrebte Ziel von 81 Prozent. Da die Nachfrage voraussichtlich das Angebot übersteigen wird, könnten viele Familien weiterhin Schwierigkeiten haben, einen Platz zu bekommen.

Der ab 2026 geltende Rechtsanspruch auf OGS-Plätze markiert einen Wandel im Bergisch Gladbacher Bildungssystem. Zwar haben Erstklässler nun eine garantierte Betreuung, doch Engpässe an einzelnen Schulen und verzögerte Vergabekriterien stellen die Familien vor Herausforderungen. Die geplanten zusätzlichen Plätze könnten den Bedarf nicht vollständig decken – einige Eltern werden wohl weiterhin ohne Betreuungsplatz dastehen.

Quelle