15 May 2026, 22:35

Bergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Bundesförderung

Ein Miniaturmodell einer Stadtlandschaft mit einem Fluss, Gebäuden, Straßen und Text.

Bergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Bundesförderung

Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung im Rahmen eines Klimaanpassungsprogramms unterstützt. Bei Bewilligung könnte das Projekt das Gebiet grundlegend verändern und nahegelegene Grünflächen wie den Gleispark aufwerten.

Ziel der Stadt ist es, Teile des Strunde-Flusses, der derzeit unterirdisch durch das Zanders-Gelände fließt, freizulegen und naturnah umzugestalten. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch einen natürlichen Wasserlauf und eine Verbesserung des umliegenden Umfelds. Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf etwa 6,75 Millionen Euro geschätzt, wobei bis zu 80 Prozent – rund 5,4 Millionen Euro – durch Bundesmittel gedeckt werden könnten. Den verbleibenden Anteil würde die Stadt aus ihren Sonderrücklagen finanzieren.

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Der Haushaltsausschuss des Bundestags wird voraussichtlich Ende 2026 über die Förderung entscheiden. Lokale Politiker fordern nun die Bergisch Gladbacher Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich für die Bewilligung des Projekts einzusetzen. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief sie dazu auf, in Berlin die notwendige Unterstützung zu sichern.

Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss das Zanders-Gelände verwandeln und die Attraktivität des Gleisparks steigern wird. Auch Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, äußerte sich optimistisch, betonte jedoch, dass die endgültige Entscheidung beim Bundesgremium liege.

Der Antrag der Stadt geht mit breiter parteiübergreifender Unterstützung und einem klaren Finanzierungskonzept voran. Bei Erfolg könnten die Arbeiten nach der Bundestagsentscheidung Ende 2026 beginnen. Der renaturierte Strunde-Fluss würde dann zu einem prägenden Element der Bergisch Gladbacher Stadtlandschaft.

Quelle