Betrüger erpressen Besitzer von Balkon-Solaranlagen mit gefälschten Strafgebühren
Georgine MansBetrüger erpressen Besitzer von Balkon-Solaranlagen mit gefälschten Strafgebühren
Besitzer kleiner Solaranlagen werden derzeit mit gefälschten Schreiben konfrontiert, in denen Strafgebühren für angeblich nicht angemeldete Anlagen gefordert werden. Die Betrüger nutzen dabei die Unsicherheit vieler Verbraucher rund um die gesetzlichen Vorgaben für „Balkon-Solaranlagen“ aus und bringen Empfänger dazu, unnötige Zahlungen zu leisten. Nun warnen Behörden vor der Masche.
In den betrügerischen Schreiben geben sich die Absender als die Bundesnetzagentur aus und werfen den Empfängern vor, ihre Photovoltaik-(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Ihnen wird eine Strafe in Höhe von 41,60 Euro angedroht, die sich auf 208 Euro erhöht, falls die Summe nicht innerhalb von 14 Tagen beglichen wird. Zudem werden die Besitzer fälschlicherweise aufgefordert, einen jährlichen EEG-Bericht einzureichen.
Die Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass es sich um Fälschungen handelt, und weist auf falsche Absenderadressen sowie Telefonnummern hin. Zwar ist die Registrierung innerhalb eines Monats nach Installation tatsächlich Pflicht – die Betrüger nutzen diese Vorschrift jedoch, um Druck aufzubauen. Die Behörden raten den Empfängern dringend, die Forderungen zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen.
Klargestellt wurde von der Bundesnetzagentur, dass keine derartigen Strafen verhängt werden. Wer ein solches Schreiben erhält, sollte Anfragen ausschließlich über die offiziellen Kanäle prüfen. Durch die Meldung der Betrugsversuche können die Ermittler die Verantwortlichen schneller ausfindig machen.
