10 June 2026, 02:24

Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf

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Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf

Die Stadt Bottrop überprüft derzeit jede Kreuzung, um sicherzustellen, dass Autofahrer beim Abbiegen auf Hauptverkehrsstraßen freie Sicht haben. Anlass ist ein tödlicher Unfall in Warendorf, der auf schlechte Sichtverhältnisse zurückging und zu verschärften Kontrollen in der gesamten Stadt führte. Ziel des Projekts ist es, alle Knotenpunkte an die deutschen Richtlinien für Straßenbau anzupassen.

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Die deutschen Vorschriften, bekannt als Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06), schreiben Sichtdreiecke an Kreuzungen vor, die ein sicheres Einordnen ermöglichen. Die Größe dieser Dreiecke hängt von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ab – 30 Meter bei Tempo-30-Zonen und bis zu 70 Meter in Bereichen mit 50 km/h.

Das Tiefbauamt Bottrop prüft nun jede Kreuzung auf Einhaltung dieser Vorgaben. Wo die Sichtverhältnisse unzureichend sind, kommen strukturelle Änderungen, Poller, umgestaltete Grünflächen oder Halteverbote infrage. Priorität haben stark frequentierte Bereiche sowie Unfallschwerpunkte.

Die ersten Baumaßnahmen beginnen Anfang 2026 an der Scharnhölzstraße. Im Anschluss folgen Arbeiten an der Horster Straße und der Aegidistraße, für die in Kürze Ausschreibungen erwartet werden. Die Maßnahmen sollen gewährleisten, dass alle Kreuzungen den Sicherheitsstandards entsprechen. Klare Sichtdreiecke verringern das Risiko von Zusammenstößen, wenn Fahrer auf stärker befahrene Straßen einbiegen. Die Stadt plant, die Umbauten in den kommenden Jahren schrittweise umzusetzen.

Quelle