31 January 2026, 05:09

Bundesbehörden lehnen Palantir-Software wegen Datenschutzrisiken ab

Ein weißer Karton mit einem schwarzen Hintergrund, beschriftet mit "Truncatellidae - Truncatella Valida Pfeiffer" und einem Strichcode unten.

Bundesbehörden lehnen Palantir-Software wegen Datenschutzrisiken ab

Deutsche Behörden haben Pläne abgelehnt, die Software des US-Unternehmens Palantir für Bundesbehörden im Sicherheitsbereich einzuführen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) schloss eine Nutzung aus und verwies auf Bedenken hinsichtlich des Schutzes sensibler Daten sowie möglicher Abhängigkeiten. Die Entscheidung fällt nach anhaltenden Diskussionen über den Einsatz der Technologie in der Strafverfolgung bundesweit.

Das Bundesinnenministerium hatte Palantirs Software auf eine mögliche Nutzung durch die Bundespolizei geprüft. Doch Hubig machte deutlich, dass Bundesbehörden das System nicht einführen werden. Sie betonte die Risiken im Umgang mit hochsensiblen Daten und warnte vor der Entstehung gefährlicher Abhängigkeiten von externen Anbietern.

Mehrere Bundesländer, darunter Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen, setzen Palantir bereits in ihren Polizeibehörden ein. Auf Bundesebene stößt das Vorhaben jedoch auf klare Ablehnung. Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD, erklärte unmissverständlich, dass eine flächendeckende Einführung unter der Verantwortung seiner Partei nicht infrage komme.

Hubig unterstrich diese Haltung und erklärte, Bundesbehörden würden Palantirs Werkzeuge nicht einsetzen. Ihre Position deckt sich mit der Skepsis anderer Länder, die die Software ebenfalls abgelehnt haben.

Die Ablehnung von Palantirs Software bedeutet, dass Bundesbehörden vorerst ohne das System arbeiten werden. Bundesländer, die die Technologie bereits nutzen, behalten ihre eigenen Lösungen bei, während andere weiter abwarten. Die Debatte zeigt die anhaltenden Bedenken in Sachen Datensicherheit und die Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern auf.