18 December 2025, 08:12

Bürgerprotest gegen Bahnausbau am Niederrhein eskaliert mit offenem Brief an DB-Chefin

Ein Zug auf Schienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Bürgerprotest gegen Bahnausbau am Niederrhein eskaliert mit offenem Brief an DB-Chefin

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Ausbau der "Eisernen Rhein"-Strecke – Offener Brief an Bahnchefin

Vorbemeldung: Die Bürgerinitiative "Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert" aus Wegberg geht in die nächste Runde im Widerstand gegen den übermäßigen Ausbau der Eisenbahnstrecken Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck. Geplant sind über 70 Personenzüge täglich – zusätzlich zu möglichem Güterverkehr.

Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2025, 11:59 Uhr MEZ

Schlagwörter: Politik & Gesetzgebung, Verkehrspolitik, Aktuelles

Eine lokale Bürgerinitiative in Wegberg stellt sich gegen die geplante Erweiterung zweier Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen. Die Gruppe "Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert" wirft vor, die Projekte verschwendeten Steuergelder und ignorierten die bundesweiten Verkehrsprioritäten. Die Kritik kommt, nachdem Behörden trotz lokaler Proteste eine Güterverkehrsanbindung für einen nahegelegenen Industriepark genehmigt hatten.

In einem offiziellen Schreiben an DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hinterfragt die Initiative, warum die Strecken Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck ausgebaut werden, obwohl sie im Bundesverkehrswegeplan 2030 nicht als vorrangig eingestuft sind. Die Bürger fordern Aufklärung, wie diese nicht priorisierten Vorhaben die strengen Förderrichtlinien erfüllen sollen.

Der Konflikt zeigt die Spannungen zwischen regionaler Entwicklungsplanung und nationaler Verkehrspolitik. Da die Landesregierung in Köln die Genehmigungen bereits erteilt hat, markieren die Briefe an Deutsche Bahn und das Ministerium den letzten formalen Versuch der Initiative, die Projekte zu stoppen. Eine weitere Eskalation würde vermutlich juristische Schritte oder politisches Eingreifen erfordern.