28 June 2026, 16:24

CDU in NRW verliert dramatisch an Zustimmung – AfD und Grüne profitieren

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

CDU in NRW verliert dramatisch an Zustimmung – AfD und Grüne profitieren

Die Zustimmung der Wähler für Kanzler Hendrik Wüsts CDU in Nordrhein-Westfalen ist auf 32 Prozent gesunken. Das bedeutet einen Rückgang um drei Punkte seit Februar und spiegelt eine wachsende Unzufriedenheit mit der Landesregierung wider. Auch die öffentliche Bewertung ihrer Arbeit ist in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen.

Die wirtschaftliche Lage des Bundeslandes wird von vielen Bürgern düster eingeschätzt. Nur noch 22 Prozent bewerten die wirtschaftliche Situation als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig haben sich die Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit verschärft: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023.

Infrastrukturprobleme, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsbelastung sind mittlerweile das drängendste Thema für die Wähler. Ein Viertel der Bürger gibt an, unter Brückensperrungen und Verkehrsbehinderungen an Wochentagen stark zu leiden. Diese Themen haben die Migration überholt, die mit 20 Prozent nur noch auf Platz drei der Wählerprioritäten liegt, während Bildung und Schulen mit 24 Prozent den zweiten Platz einnehmen.

Die politischen Verschiebungen zeigen sich deutlich in den aktuellen Umfragen. Die Grünen haben zwei Punkte hinzugewonnen und kommen auf 15 Prozent, während die rechtspopulistische AfD mit 17 Prozent ihr bestes Ergebnis im Land erzielt hat. Die SPD unter Jochen Ott hat drei Punkte verloren und liegt nun bei 17 Prozent. Die FDP hat erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten, und die Linke bleibt stabil bei sechs Prozent.

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Der Rückgang der CDU und der Aufstieg der AfD verdeutlichen die instabile politische Landschaft in Nordrhein-Westfalen. Die Prioritäten der Wähler haben sich hin zu Infrastruktur und Wirtschaftsfragen verlagert. Die Landesregierung steht nun unter zunehmendem Druck, diese Probleme vor den nächsten Wahlen anzugehen.

Quelle