Cottbus feiert größten Christopher-Street-Day – doch rechtsextreme Proteste trüben die Stimmung
Cottbus feiert größten Christopher-Street-Day – doch rechtsextreme Proteste trüben die Stimmung
Cottbus verzeichnete größte Christopher-Street-Day-Parade aller Zeiten
Am vergangenen Wochenende fand in Cottbus der bisher größte Christopher-Street-Day (CSD) statt – rund 1.000 Teilnehmende versammelten sich unter dem Motto "Vereint in Frieden und Vielfalt". Die Veranstaltung feierte queere Sichtbarkeit und forderte gleichzeitig mehr politische Unterstützung sowie gesellschaftliche Akzeptanz. Doch die Feierlichkeiten wurden von rechtsextremen Gegenprotesten und jüngsten Angriffen auf queere Räume überschattet.
Eröffnet wurde der Umzug mit einer 20 Meter langen Regenbogenflagge, die entlang der Route entrollt wurde. An der Spitze marschierten die Dragqueen Miss Cherry Moonshine und ein Storch in roten Hosen, der Kondome verteilte. Kreative Parolen wie "Queer, sexy, sorbisch" oder "Als wir mehr Rechte forderten, meinten wir nicht mehr verdammte Nazis" setzten einen kämpferischen Ton.
Rund 200 Unterstützer:innen waren extra aus anderen Städten angereist. Reden wurden auf Ukrainisch, Russisch, Arabisch und Polnisch gehalten – ein Zeichen der Solidarität mit queeren Communities, die im Ausland Verfolgung erleben. Die Teilnehmenden forderten zudem, das Budget des Brandenburger Queeren Aktionsplans von 224.000 auf 500.000 Euro zu erhöhen, um es an die aktuelle Förderung von Beratungsstellen anzugleichen.
Doch die Veranstaltung verlief nicht ohne Konflikte. Zwei rechtsextreme Gegenkundgebungen schlossen sich zu einer Gruppe von etwa 90 Personen zusammen, die ein Transparent mit der Aufschrift "Unsere Stadt bleibt heterosexuell" hochhielten. Bereits zuvor war das queere Zentrum Regenbogenkombinat Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags geworden, und am Freitagabend waren Regenbogenflaggen am Sitz der CSD-Organisator:innen beschädigt worden.
Der bestehende Brandenburger Queere Aktionsplan (2019–2024) hat bisher Beratungsstellen (jährlich 500.000 Euro seit 2021), Antidiskriminierungstrainings (bis 2024 für 10.000 Teilnehmende) und Kampagnen wie "Queer in Brandenburg" finanziert. Lokale Gruppen wie der LSVD Brandenburg erkennen zwar Fortschritte bei der Sichtbarkeit an, kritisieren aber die langsamen Verbesserungen bei trans* Rechten und die unzureichende Förderung. Sie fordern eine Ausweitung im nächsten Plan.
Die CSD-Parade in Cottbus verzeichnete zwar einen Rekordbesuch, zeigte aber auch die anhaltenden Herausforderungen auf. Rechtsextreme Widerstandsbewegungen und Angriffe auf queere Räume standen im Kontrast zu den Forderungen nach mehr finanzieller Unterstützung und politischen Reformen. Während Brandenburg den nächsten Queeren Aktionsplan für 2025 vorbereitet, kämpfen Organisator:innen und Aktivist:innen weiter für besseren Schutz und mehr Ressourcen.
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