Cyberangriff auf Stadtwerke Detmold: IT-Systeme seit Tagen lahmgelegt
Ignaz KreuselCyberangriff auf Stadtwerke Detmold: IT-Systeme seit Tagen lahmgelegt
Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold seit Sonntagabend lahm
Seit Sonntagabend ist die Stadtwerke Detmold GmbH Opfer eines schweren Cyberangriffs, der sämtliche IT-Systeme des Unternehmens außer Gefecht gesetzt hat. Kunden können den Versorger seitdem weder online noch telefonisch erreichen. Trotz der massiven Störungen bleiben die Energie- und Wasserversorgung jedoch stabil.
Die Attacke hat die digitale Infrastruktur des Unternehmens vollständig gelähmt, darunter auch das t online-Kundenportal. Routineaufgaben wie Rechnungszahlungen oder Serviceanfragen sind derzeit nicht möglich. Noch ist unklar, ob Kundendaten kompromittiert wurden – die Behörden haben dies bisher nicht bestätigt.
Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA) hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Der Energieversorger beliefert mehr als 80.000 Menschen in der Region und stellt sicher, dass Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser weiterhin ohne Unterbrechung verfügbar bleiben.
Obwohl dieser Angriff die Versorgung nicht beeinträchtigt hat, bleiben die Sorgen vor Cyberbedrohungen bestehen. Experten warnen vor steigenden Risiken für kritische Infrastrukturen, zu denen häufig industrielle Steuerungssysteme und Betriebstechnik zählen. Konkrete Zahlen zu ähnlichen Vorfällen bei deutschen Energieversorgern im vergangenen Jahr liegen jedoch nicht vor.
Wann die IT-Dienste vollständig wiederhergestellt werden können, ist noch offen. Kunden haben weiterhin keine Möglichkeit, t online-Services zu nutzen – die Lieferung von Energie und Wasser bleibt davon jedoch unberührt. Die Ermittlungen zum Angriff und einer möglichen Datengefährdung laufen noch.






