Das legendäre 4:4 zwischen BVB und VfB Stuttgart – ein Spiel für die Ewigkeit
Dragan ZimmerDas legendäre 4:4 zwischen BVB und VfB Stuttgart – ein Spiel für die Ewigkeit
Ein spektakuläres 4:4 am 30. März 2012 zwischen Borussia Dortmund und dem VFB Stuttgart
Am 30. März 2012 endete das Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem VFB Stuttgart im Westfalenstadion mit einem atemberaubenden 4:4 – eine Partie, die zu den unvergesslichsten der Bundesliga-Geschichte zählt. Acht Tore fielen in den letzten 20 Minuten, und am Ende gingen beide Mannschaften zufrieden auseinander: Dortmund sicherte sich in jener Saison die Meisterschaft, während Stuttgart als Sechster die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb schaffte.
Erst spät entfachte das Spiel seine volle Dramatik. Der VFB Stuttgart überraschte die Heimfans mit drei Toren innerhalb von nur acht Minuten und drehte so einen Rückstand in eine 3:2-Führung. Mats Hummels glich für Dortmund aus und bezeichnete diesen Treffer später als einen der Höhepunkte seiner Karriere.
Ivan Perišić brachte die Borussen mit einem kraftvollen Distanzvolley erneut in Front. Doch Stuttgart gab nicht auf und erzielte in der Nachspielzeit den erneuten Ausgleich. Julian Schieber, der an diesem Abend zweimal traf, war der herausragende Akteur auf dem Platz.
Nach dem Spiel bezeichnete Jürgen Klopp, damals Trainer von Dortmund, die Partie als "ein legendäres Spiel für die Ewigkeit"*. Das Ergebnis kam beiden Teams gelegen: Dortmund holte die Meisterschale, während Stuttgarts sechster Platz den Weg in den europäischen Wettbewerb ebnete.
Schiebers Leistung blieb Dortmund nicht verborgen – im Sommer desselben Jahres verpflichteten sie ihn für rund sechs Millionen Euro. Doch seine Zeit in Schwarz-Gelb war kurz. Nur drei Tore in 35 Bundesliga-Spielen stand zu Buche, bevor er 2014 zu Hertha BSC wechselte.
Heute hat Schieber den Profifußball hinter sich gelassen. Er arbeitet als Schlagersänger und fungiert als Sportdirektor bei der SG Sonnenhof Großaspach. In seiner einzigen Saison bei Stuttgart erzielte er 13 Bundesliga-Tore – ein persönlicher Rekord in der höchsten Spielklasse, der bis heute Bestand hat.
Das 4:4-Spektakel bleibt als fester Bestandteil der Bundesliga-Legenden in Erinnerung: ein Spiel, in dem der Schwung bis zur letzten Sekunde hin- und herging. Für Dortmund war es ein Schritt auf dem Weg zum Titel, für Stuttgart der Sprung nach Europa. Schiebers Doppelschlag an jenem Abend markierte den Höhepunkt seiner Spielerlaufbahn, bevor er sich später der Musik und der Vereinsführung zuwandte.






