Deilbach-Brücke in Velbert wird durch Neubau ersetzt – Verkehr bleibt eingeschränkt
Georgine MansDeilbach-Brücke in Velbert wird durch Neubau ersetzt – Verkehr bleibt eingeschränkt
Deilbach-Brücke an der L427 in Velbert-Nierenhof soll ersetzt werden
Die Deilbach-Brücke an der Landesstraße 427 in Velbert-Nierenhof wird nach strukturellen Schäden, die Ende August zu ihrer Sperrung führten, durch einen Neubau ersetzt. Die Straßen.NRW, die Straßenbauverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, treibt die Planungen für die neue Brücke voran, nachdem die alte Bauwerksicherheit nicht mehr gewährleistet war. Während Fußgänger und Radfahrer die Brücke weiterhin nutzen können, bleibt sie für Kraftfahrzeuge und Lieferverkehr gesperrt.
Die Sperrung der L427 zwischen der L439 (Kohlenstraße) und dem Grenzweg hat den Verkehr stark beeinträchtigt. Eine großräumige Umleitung führt über die Böckenbuschstraße und die L107. An einer engen S-Kurve der L427 regelt eine temporäre Ampelanlage den Verkehr, um Staus zu entschärfen – allerdings kommt es weiterhin zu Verzögerungen. Während der Bauarbeiten könnten zudem einige Betriebe entlang des Grenzwegs und der Kohlenstraße 19–25 vorübergehend vollständig geschlossen werden.
Nicole de Witt, Leiterin des Ruhr-Regionalbüros von Straßen.NRW, bestätigte, dass die Planungen für die Ersatzbrücke zügig voranschreiten. Das Projekt wird im Rahmen eines "Funktionalbauvertrags" umgesetzt, der schnellere und flexiblere Lösungen ermöglicht. Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka betonte die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und Straßen.NRW, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten. Anwohner und lokale Unternehmen haben Bedenken geäußert und Vorschläge eingereicht, die derzeit von Straßen.NRW geprüft werden. Mit dem Baubeginn wird voraussichtlich im Sommer 2026 gerechnet, ein Auftragnehmer steht jedoch noch nicht fest.
Die neue Brücke soll den vollen Zugang zur L427 wiederherstellen und die aktuellen Umleitungen und Sperrungen beenden. Bis dahin bleiben die Verkehrslenkungsmaßnahmen bestehen, wobei die Behörden weiterhin eng mit der Bevölkerung zusammenarbeiten. Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, Geschwindigkeit, Effizienz und möglichst geringe Beeinträchtigungen für die Betroffenen in Einklang zu bringen.