24 May 2026, 02:29

Deutsche Tischtennis-Legenden von einst und eine junge Mannschaft mit EM-Träumen in Zadar

Erste EM für Deutschland ohne Boll in 20 Jahren

Deutsche Tischtennis-Legenden von einst und eine junge Mannschaft mit EM-Träumen in Zadar

Die deutsche Tischtennis-Mannschaft bereitet sich mit einer neuen Spielergeneration auf die Europameisterschaft in Zadar vor. Das Team, dessen Akteure aktuell auf den Plätzen 8, 14 und 15 der Weltrangliste stehen, sieht sich starker Konkurrenz gegenüber – und will an frühere Dominanz anknüpfen. Unterdessen hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) Änderungen bei den Olympischen Mannschaftswettbewerben angekündigt, die die Zukunft des Sports prägen könnten.

Die deutsche Herrenmannschaft beherrschte einst den europäischen und weltweiten Tischtennissport, angeführt von Legenden wie Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov. Gemeinsam holten sie neun EM-Titel, erreichten sechs WM-Finals und gewannen vier Olympische Medaillen im Mannschaftswettbewerb. Fotos ihrer Triumphe – darunter Bolls WM-Medaille von 2021 – schmücken noch heute die Wände des Nationalen Leistungszentrums in Düsseldorf.

Doch diesmal geht das Team ohne den Status des Topfavoriten in die EM. Aktuelle Turniere brachten enttäuschende Ergebnisse, während die Konkurrenz stärker wurde. Benedikt Duda, Dang Qiu und Patrick Franziska führen die Mannschaft an, doch der Wettbewerb ist härter denn je.

Bei den Frauen könnten die Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann und Sabine Winter – die kürzlich Belag und Spielstil wechselte – die traditionelle Vorherrschaft der Männer in Frage stellen. Ihr Aufschwung verleiht dem deutschen Aufgebot eine frische Dynamik.

Abseits des Tisches steht der Sport vor Veränderungen: Das IOC bestätigte, dass künftige Olympische Spiele die getrennten Mannschaftswettbewerbe der Männer und Frauen durch ein gemischtes Teamformat ersetzen werden. Unklar bleibt jedoch, wie sich dies auf Welt- und Europameisterschaften auswirkt. Deutsche Funktionäre hoffen, dass die Mannschaftswettbewerbe erhalten bleiben – schließlich sind sie tief in der Tradition des Sports verwurzelt.

Eine besondere Note erhält die EM durch Tamara Boros, ehemalige Weltranglistenzweite aus Kroatien, die nun als Trainerin der deutschen Nationalmannschaft in Zadar auf ihr Heimatland trifft – erstmals als Gegnerin.

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Mit einer Mischung aus Erfahrung und neuem Talent reist das Team nach Zadar. Gemessen wird es an den hohen Maßstäben, die Boll und Ovtcharov setzten. Gleichzeitig lässt die IOC-Entscheidung zu den Olympischen Mannschaftswettbewerben die Zukunft traditioneller Wettbewerbe vorerst offen.

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