Digitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang
Georgine MansDigitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang
DigitalPakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen die Einigung – doch die Mängelliste bleibt lang
Solingen – Nach über einem Jahr Stillstand gibt es endlich Bewegung bei der digitalen Ausstattung der Schulen: Bund und Länder haben sich auf den DigitalPakt 2.0 geeinigt. In Solingen wird die Entscheidung grundsätzlich begrüßt – von Euphorie kann jedoch keine Rede sein. Zu viele Baustellen gibt es noch, zu viele Geräte liegen seit Langem kaputt in den Regalen.
Bund und Länder haben den DigitalPakt 2.0 besiegelt – ein mit fünf Milliarden Euro ausgestattetes Programm zur Modernisierung der digitalen Infrastruktur an Schulen. Die Vereinbarung kommt zu einer Zeit, in der viele Bildungseinrichtungen, darunter auch solche in Solingen, mit veralteter Technik und stockenden Modernisierungsprojekten kämpfen. Zwar bringt die Förderung Entlastung, doch bleibt die Skepsis: Im Vergleich zum Vorgängerprogramm (7,5 Milliarden Euro) ist das Volumen deutlich geschrumpft.
Der neue Pakt soll den Schulen fünf Jahre Planungssicherheit geben – ein wichtiger Schritt für Solingen, wo defekte Geräte monatelang ungenutzt in den Lagern stehen. Lehrer:innen und Schüler:innen sehen sich seit Langem mit frustrierenden Bedingungen konfrontiert, weil die überalterte Technik den Anforderungen moderner Lehrmethoden nicht gerecht wird.
Kritiker wie der Verband Bildung und Erziehung (VBE) halten die Mittel für unzureichend. Sie betonen, dass Schulen mehr brauchen als bloße Hardware-Nachrüstungen: Moderne Unterrichtskonzepte, eine KI-taugliche Infrastruktur und Fortbildungen für Lehrkräfte seien ebenso entscheidend. Zudem warnt der Verband davor, dass Länder ihre eigenen Ausgaben gegen die Bundesmittel aufrechnen könnten – was die tatsächlichen Investitionen schmälern würde. Der VBE fordert daher frühzeitige Gespräche über einen DigitalPakt 3.0, um eine erneute Förderlücke zu vermeiden. Digitale Bildung sei keine kurzfristige Aufgabe, sondern eine dauerhafte Verpflichtung, so der Verband. Er pocht auf schnellere, bürokratiearme Mittelvergabe und klare Vorgaben, wie das Geld eingesetzt werden muss, um echten pädagogischen Fortschritt zu garantieren.
Der DigitalPakt 2.0 stellt zwar fünf Milliarden Euro für die Schuldigitalisierung bereit – doch das sind 2,5 Milliarden weniger als im Vorgängerprogramm. Die Förderung schafft zwar etwas Planungssicherheit, besonders in Regionen wie Solingen, wo Modernisierungsprojekte seit Langem auf der Stelle treten. Doch Pädagog:innen warnen: Nachhaltiger Erfolg hänge nicht nur von einmaligen Anschaffungen ab, sondern von kontinuierlichen Investitionen und einer engen Verzahnung von Technikausbau und Lehrerfortbildungen.