Dortmunder Mann zu zehn Jahren Haft wegen Messerattacke auf Ex-Partnerin verurteilt
Dragan ZimmerEx-Partner erstochen: 10 Jahre Haft für 33-Jährigen in Dortmund - Dortmunder Mann zu zehn Jahren Haft wegen Messerattacke auf Ex-Partnerin verurteilt
Ein 33-jähriger Mann aus Dortmund ist wegen der Messerattacke auf seine ehemalige Partnerin zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht wertete die Tat als Totschlag und wies den anfänglichen Verdacht auf Mord zurück.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem das Opfer die Beziehung hatte beenden wollen. Die Staatsanwaltschaft ging zunächst von einem rächenden oder übersteigert besitzergreifenden Motiv aus. Doch das Gericht kam später zu dem Schluss, dass der Angeklagte aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit handelte – nicht aus vorbedachtem Vorsatz.
Sowohl Anklage als auch Verteidigung plädierten auf Totschlag. Während die Staatsanwaltschaft eine Strafe von 13 Jahren forderte, beantragte die Verteidigung sieben Jahre. Das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, fiel schließlich auf zehn Jahre Haft.
Das Gericht fand keine Beweise, die einen Mordvorwurf stützen würden. Stattdessen gelangte es zu der Überzeugung, dass die Tat auf einen emotionalen Zusammenbruch des Angeklagten während der Trennung zurückging. Die Entscheidung bestätigt die Verurteilung wegen Totschlags mit einer Haftstrafe von zehn Jahren. Da das Urteil noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist, bleibt der Fall in der Berufungsinstanz anfechtbar. Ausschlaggebend für die Richterspruch war der geistige Zustand des Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat.
