Dortmunds Polizei geht mit Sonderkommission hart gegen Kindesmissbrauch vor

Georgine Mans
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Eine Gruppe von Menschen, die auf dem Boden stehen und eine Fahne halten, auf der 'Rechte für alle Menschen Stoppt Polizeigewalt' steht, mit einem Straßenschild, einem Schild, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Georgine Mans

Dortmunds Polizei geht mit Sonderkommission hart gegen Kindesmissbrauch vor

Die Dortmunder Polizei hat ihre Bemühungen im Kampf gegen die Verbreitung von Kindesmissbrauchsmaterial deutlich verstärkt. Eine spezialisierte Einheit, die 'Sonderkommission Kindesmissbrauchsmaterial' (Soko KiPo), deckt neue Spuren auf und sorgt für Verurteilungen. Die Soko KiPo hat seit ihrer Gründung im Jahr 2022 Dutzende Verdächtige identifiziert. Gleichzeitig unterstreichen die Entlassung eines ehemaligen Beamten und ein aktuelles Gerichtsurteil die kompromisslose Haltung der Stadt Dortmund gegen solche Straftaten.

Die Einheit wurde im Juni 2022 eingerichtet, um sich ausschließlich mit Fällen von Kindes- und Jugendmissbrauchsmaterial zu befassen. Seither haben die Ermittler 47 Verdächtige ausgemacht, darunter 12 weitere Personen nach ersten Festnahmen im Jahr 2022. Durch die konsequente Arbeit des Teams wurden zudem verdeckte Netzwerke aufgedeckt, die zu neuen Ermittlungsansätzen und laufenden Verfahren führten.

In einem separaten Fall wurde ein 43-jähriger Polizist entlassen, nachdem Vorwürfe wegen des Besitzes von Kindesmissbrauchsmaterial bekannt geworden waren. Der Beamte, der seit 2013 als Angestellter im Kriminalkommissariat tätig war, wurde von dem damaligen Polizeichef Gregor Lange sofort suspendiert. Das Entlassungsverfahren wurde im April abgeschlossen; dem Beamten wurde zudem der Zutritt zu allen Polizeidienststellen in Dortmund untersagt. Gegen die Entscheidung wurde kein Rechtsmittel eingelegt.

Stellvertretender Polizeichef Achim Stankowitz begrüßte kürzlich ein Urteil gegen einen Kindesmissbrauchstäter und verurteilte die Ausbeutung von Kindern für sexuelle oder finanzielle Zwecke. Das vom Landgericht Dortmund gefällte Urteil unterstreicht die Null-Toleranz-Politik der Stadt Dortmund gegenüber solchen Verbrechen.

Für die Zukunft plant die Dortmunder Polizei, die Soko KiPo bis 2026 als dauerhafte kriminalpolizeiliche Einheit zu etablieren. Damit soll langfristig sichergestellt werden, dass ausreichend Ressourcen für die Bekämpfung dieser Straftaten zur Verfügung stehen – mit speziell geschulten Beamten, die die Täter weiterhin mit Nachdruck verfolgen.

Die Entlassung des beschuldigten Polizisten und das jüngste Gerichtsurteil zeigen die entschlossene Reaktion der Dortmunder Behörden. Mit der Ausweitung der Ermittlungen der Soko KiPo und den Plänen zu ihrer festen Verankerung festigt die Stadt ihr Engagement, Netzwerke im Zusammenhang mit Kindesmissbrauchsmaterial zu zerschlagen. Die Ermittlungen der Einheit laufen weiter, und mit neuen Beweisen ist mit weiteren Festnahmen zu rechnen.

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