Dortmunds Rekordabwehr jagt Bayern – doch Kovač bremst Euphorie aus
Gordon AdlerVor der Rückkehr nach Wolfsburg: Kovac warnt BVB zur Vorsicht - Dortmunds Rekordabwehr jagt Bayern – doch Kovač bremst Euphorie aus
Borussia Dortmund hat einen starken Start in die Bundesliga-Saison 2025/26 hingelegt und liegt nach 19 Spieltagen auf dem zweiten Platz. Mit 42 Punkten – der besten Ausbeute seit sieben Jahren – hat die Mannschaft den defensiven Rekord des FC Bayern egalisiert und nur 17 Gegentore kassiert. Dennoch bleibt Trainer Niko Kovač vorsichtig und warnt trotz der Fortschritte vor Übermut.
Kovač übernahm vor einem Jahr das Ruder bei Dortmund und führte den Verein von Platz 11 zurück in die Champions League. Seine Wirkung ist unübersehbar: Die Mannschaft hat bereits zehn Mal zu Null gespielt und liegt mit sechs Punkten Rückstand hinter dem Spitzenreiter FC Bayern. Titelambitionen weist der Coach jedoch zurück – anders als Nico Schlotterbeck, der öffentlich forderte, die Meisterschaft anzupeilen.
Verletzungssorgen trüben zudem die Stimmung. Filippo Mané fällt mit einer Muskelverletzung vier bis sechs Wochen aus, während Emre Cans Einsatz aufgrund wiederkehrender Adduktorenprobleme unsicher bleibt. Trotz dieser Rückschläge setzt Kovač weiter auf Kontinuität statt auf große Ziele.
Mit Blick auf die kommenden Spiele zeigt der Trainer Respekt vor seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg, den er trotz des aktuellen 14. Platzes als "starkes Team" bezeichnet. Bei den Buchmachern rangiert Dortmund in der Meisterschaftswertung hinter Bayern und Bayer Leverkusen auf Platz drei – ein Zeichen für das Potenzial, aber auch für die Herausforderungen, die noch bevorstehen.
Dortmunds Aufwärtstrend markiert den besten Saisonstart seit Jahren, mit einer Abwehr, die so stabil ist wie die des Rekordmeisters. Doch Kovačs zurückhaltende Haltung deutet darauf hin, dass der Verein Stabilität über Titelträume stellt. Mit wichtigen Spielern ausgefallen und starker Konkurrenz im Nacken bleibt der Fokus darauf, den Schwung zu halten – statt voreilig von Trophäen zu träumen.