Dortmunds Sporthallen-Projekt scheitert an Finanzlücken – BVB sucht Notlösungen
Dragan ZimmerDortmunds Sporthallen-Projekt scheitert an Finanzlücken – BVB sucht Notlösungen
Pläne für neue Multifunktions-Sporthalle in Dortmund erleiden schweren Rückschlag
Die Pläne für eine neue Multifunktions-Sporthalle in Dortmund sind ins Stocken geraten. Das Vorhaben, das auf dem Gelände des ehemaligen Phoenix-West-Hochofens realisiert werden sollte, steht nun vor erheblichen Finanzierungsproblemen. Borussia Dortmund (BVB) prüft alternative Lösungen, da die ursprüngliche Planung voraussichtlich nicht umgesetzt werden kann.
Das gestoppte Projekt sah die Umnutzung des historischen Schaltwartegebäudes 101 vor und wurde von Ex-Oberbürgermeister Thomas Westphal sowie BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke unterstützt. Doch finanzielle Engpässe zwingen nun zu einem Umdenken.
Mittel aus dem deutschen „Sportmilliarden“-Programm können nicht genutzt werden, da die Förderung nur Sanierungen – nicht jedoch Neubauten – abdeckt. Der BVB, der traditionell die Förderung von Talenten über Infrastrukturinvestitionen stellt, hat sich zu überarbeiteten Plänen bisher nicht geäußert.
Der Verein erwägt nun drei Optionen: eine Verringerung der Kapazität der Halle, eine Verschiebung des Projekts, um neue Finanzquellen zu erschließen, oder eine Verlegung in die Nähe des Westfalenparks oder des Hafengebiets. Zudem werden öffentlich-private Partnerschaften und temporäre Modulhallen diskutiert, um kurzfristige Bedarfe zu decken.
Parallel dazu soll eine separate Sportstätte in der Nähe des Dortmunder U bis Ende 2029 fertiggestellt werden. Eine verbindliche Vereinbarung mit dem BVB steht jedoch noch aus. Die Dringlichkeit bleibt bestehen – insbesondere für die Frauen-Handballmannschaft des Vereins, der es an einer geeigneten Spielstätte mangelt.
Ohne sofortige Finanzierungssicherheit ruht der ursprüngliche Plan für die Sporthalle vorerst. Der BVB muss nun entscheiden, ob das Projekt verkleinert, verlagert oder aufgeschoben wird. Die Zukunft der Trainings- und Wettkampfstätten für die Frauen-Handballmannschaft bleibt damit weiter ungewiss.