24 May 2026, 00:42

Drei Unbefugte stoppen Bahnverkehr auf Müngstener Brücke in Solingen

Leichtsinn auf der Müngstener Brücke wird teuer: Polizei und Stadtverwaltung verhängen Kostenbescheide gegen die Täter

Drei Unbefugte stoppen Bahnverkehr auf Müngstener Brücke in Solingen

Drei Personen betreten unbefugt Müngstener Brücke in Solingen – Bahnverkehr muss gestoppt werden

Am Sonntag, dem 8. März, kurz nach Mittag, wurden drei Personen dabei beobachtet, wie sie widerrechtlich die Müngstener Brücke in Solingen betraten. Ihr Aufenthalt zwang die Behörden, den Zugverkehr einzustellen und Einsatzkräfte zu alarmieren, was zu Verspätungen und Kosten für mehrere Behörden führte.

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Augenzeugen meldeten gegen 12:05 Uhr erstmals, die Gruppe in der Nähe der Brücke gesehen zu haben. Die Bundespolizei rückte umgehend aus und entdeckte zwei Erwachsene und ein Kind im Gleisbereich, wo sie sich unerlaubt aufhielten. Die Strecke wurde von 12:09 Uhr bis 12:50 Uhr gesperrt, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr führte.

Die beiden Erwachsenen gaben später an, ihre Navigations-App habe sie über die Brücke geleitet. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass Verbotszeichen unabhängig von digitalen Hinweisen zu beachten seien. Gegen die beiden Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, zudem wurden ihnen Kosten für den Polizeieinsatz in Höhe von 99,60 Euro in Rechnung gestellt.

Das Ereignis löste eine breitere Einsatzaktion aus: Die Feuerwehr Solingen setzte Personal und Fahrzeuge ein und stellte anschließend 656 Euro für ihren Einsatz in Rechnung. Die Polizeidirektion Wuppertal berechnete zudem 118,50 Euro pro Schuldner. Die Stadtverwaltung Solingen erließ einen formellen Kostenbescheid gemäß dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) von Nordrhein-Westfalen und legte eine detaillierte Aufstellung der Ausgaben vor. Unterdessen prüft die benachbarte Stadt Remscheid noch, ob sie ihre eigenen Kosten geltend machen wird – ein Zeitplan steht hierfür jedoch noch nicht fest.

Der unbefugte Zutritt führte zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr und einer abgestimmten Notfallreaktion. Die Behörden haben inzwischen die finanziellen Folgen dokumentiert, wobei die Kosten auf Polizei, Feuerwehr und kommunale Dienstleister verteilt werden. Den beiden beteiligten Erwachsenen drohen nun verwaltungsrechtliche Konsequenzen für ihre Rolle in dem Vorfall.

Quelle