09 June 2026, 00:30

Düsseldorf baut erste Pilotanlage für nachhaltigen Flugkraftstoff bis 2028

Nachhaltiger Flugtreibstoff: Eurowings und Start-up werden Partner

Düsseldorf baut erste Pilotanlage für nachhaltigen Flugkraftstoff bis 2028

Am Flughafen Düsseldorf entsteht bis 2028 eine neue Anlage zur Herstellung von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF). Das Projekt, eine Kooperation zwischen Greenlyte und Eurowings, zielt darauf ab, jährlich etwa 150 Tonnen synthetischen Kraftstoff zu produzieren. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Luftverkehr.

Greenlyte und Eurowings haben eine Absichtserklärung zum Bau der SAF-Anlage unterzeichnet. Die Bauarbeiten sollen 2027 beginnen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, wobei die geschätzten Kosten über zehn Millionen Euro liegen werden. Die Anlage dient als Pilotprojekt, um die Technologie für eine spätere Großproduktion zu erproben.

Bei dem Verfahren wird Kohlendioxid aus der Luft gefiltert und mit grünem Wasserstoff zu synthetischem Kraftstoff kombiniert. Ein Solarkraftwerk am Flughafen wird einen Teil des benötigten Stroms liefern. Trotz der ökologischen Vorteile wird der Kraftstoff voraussichtlich bis zu zehnmal teurer sein als herkömmliches Kerosin.

Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion der Anlage in den ersten drei Betriebsjahren abzunehmen. Die jährlich produzierten 150 Tonnen würden – bei einer 50-prozentigen SAF-Beimischung, dem derzeitigen Höchstwert – etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma decken. Jens Bischof, Vorstandsvorsitzender von Eurowings, forderte politische Unterstützung, um Investitionen in ähnliche Projekte zu fördern und die Markteinführung zu beschleunigen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Inbetriebnahme der Anlage 2028 wird Eurowings zwar nur ein kleines, aber bedeutendes Volumen an SAF liefern. Bei Erfolg könnte dies den Weg für größere Produktionsstätten und eine breitere Nutzung synthetischer Kraftstoffe in der Luftfahrt ebnen. Die hohen Herstellungskosten bleiben jedoch eine Hürde für eine flächendeckende Einführung.

Quelle