17 March 2026, 01:03

Elektrische Lkw mit Reichweitenverlängerer sparen Kosten und CO₂ – doch lohnt sich der Umstieg?

Eine Liniengrafik zeigt den Anstieg der Verkaufszahlen von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen in Australien mit begleitendem Text.

Elektrische Lkw mit Reichweitenverlängerer sparen Kosten und CO₂ – doch lohnt sich der Umstieg?

Eine neue Analyse des Ingenieursdienstleisters FEV deutet darauf hin, dass elektrische Lkw mit Reichweitenverlängerer (REEVs) für Logistikunternehmen Kosten und Emissionen senken könnten. Diese Fahrzeuge kombinieren eine kleinere Batterie mit einem Range Extender und bieten damit eine günstigere und umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Diesel-Lkw. Die Ergebnisse zeigen potenzielle Einsparungen von bis zu 33 Prozent bei den Gesamtbetriebskosten – unter bestimmten Voraussetzungen.

REEV-Lkw nutzen eine Batterie, die etwa halb so groß ist wie die von voll-elektrischen Fernverkehrsmodellen – rund 280 kWh statt 560 kWh. Dadurch verringern sich sowohl das Fahrzeuggewicht als auch die Anschaffungskosten, während gleichzeitig die Nutzlastkapazität steigt. Die kleinere Batterie ermöglicht zudem das nächtliche Laden in Depots mit Standard-22-kW-Wechselstromladern, sodass teure Megawatt-Ladeinfrastrukturen entfallen.

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Die Studie ging von realistischen europäischen Fahrprofilen aus, darunter nächtliches Depotladen zu Industrie-Strompreisen von etwa 19 Cent pro Kilowattstunde. Da der Großteil der täglichen Fahrten elektrisch zurückgelegt wird, bleiben die Energiekosten auch im Fernverkehr niedrig. In solchen Szenarien könnten REEVs die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) um etwa 14 Prozent senken.

Laut den Berechnungen von FEV reduziert der hybrid-elektrische Ansatz den CO₂-Ausstoß im Vergleich zu Diesel-Lkw deutlich. Da REEVs weniger auf öffentliche Schnellladenetze angewiesen sind, lassen sie sich zudem leichter in bestehende Fuhrparks integrieren. Aktuell gibt es jedoch keine Marktdaten darüber, wie viele europäische Unternehmen bis 2030 auf diese Lkw setzen wollen.

Die Analyse positioniert REEV-Lkw als praktischen Kompromiss zwischen Diesel- und rein elektrischen Fernverkehrs-Lkw. Ihre kleinere Batterie, die geringeren Ladeanforderungen und die Kostenvorteile könnten für Logistikfirmen attraktiv sein. Die tatsächliche Verbreitung wird jedoch von weiteren Praxistests und der Infrastrukturvorbereitung abhängen.

AKTUALISIERUNG

Neue Daten enthüllen 82% Emissionsreduktionspotential für REEV-Lkw – Demonstratoren in Arbeit

FEVs Analyse hat einenmajoren Umweltvorteil für Range-Extender-Elektro-Lkw identifiziert. Die Studie quantifiziert nun unter optimalen Bedingungen ein potenzielles 82%iges Reduktionspotential für den Treibhauseffekt im Vergleich zu Dieselmodellen. Das Ingenieurunternehmen treibt auch die praktische Validierung voran:

  • Es werden Demonstratorfahrzeuge entwickelt, um die Realweltleistung mit Logistikpartnern zu testen.
  • Dies basiert auf früheren Forschungen zu Hybrid-Pkw, die nun für den gewerblichen Transport skaliert werden.