Energiewende in Bergisch Gladbach: Wie Klimaschutz und Wirtschaft zusammenpassen sollen
Dragan ZimmerEnergiewende in Bergisch Gladbach: Wie Klimaschutz und Wirtschaft zusammenpassen sollen
Rund 80 Teilnehmer kamen zu einer Veranstaltung zur Energiepolitik zusammen, die von der CDU-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit Bergisch Gladbach ausgerichtet wurde. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Zukunft der Energieversorgung – insbesondere die Frage, wie Klimaschutz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Einklang gebracht werden können. Fachleute und lokale Vertreter präsentierten Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung der Region.
Als Redner trat Dr. David Bothe auf, Direktor bei Frontier Economics und Autor einer aktuellen DIHK-Studie. Er stellte zentrale Erkenntnisse vor und warnte vor hohen Kosten, technischen Herausforderungen und gesellschaftlicher Akzeptanzproblemen bei der Energiewende. Als Lösungswege schlug er Technologieoffenheit, Kostensenkungen, Innovationen und internationale Zusammenarbeit vor.
Die CDU Bergisch Gladbach hat in den vergangenen zwei Jahren ihre Energiekonzepte bereits in die Praxis umgesetzt: Im März 2025 unterstützte die Gruppe Wasserstoffprojekte in Bensberg, einen Monat zuvor – im Juni 2024 – waren hybride Biogasanlagen in Refrath gestartet worden. Bis Oktober 2025 sollen zudem Kernenergie-Simulationen in den städtischen Energiemasterplan integriert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf lokalen Vorhaben. So prüft Bergisch Gladbach derzeit, wie das bestehende Gasnetz für die Nutzung von synthetischem Gas umgerüstet werden kann. Themen wie kommunale Wärmeplanung und die Energieversorgung von Haushalten wurden ebenfalls behandelt – mit dem Appell, konkrete und messbare Schritte umzusetzen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie komplex moderne Energiepolitik ist: von bezahlbaren Lösungen bis hin zur öffentlichen Unterstützung. Die jüngsten Projekte der Stadt – Wasserstoff, Biogas und Kernenergie-Studien – zeigen, wie lokales Handeln mit übergeordneten Klimazielen verknüpft werden kann. Die Diskussion unterstrich, dass nachhaltige Lösungen nur durch Zusammenarbeit, Transparenz und flexible Strategien gelingen werden.






