Erding benennt Rathaus und Eishalle um – doch nicht alle sind begeistert
Dragan ZimmerErding benennt Rathaus und Eishalle um – doch nicht alle sind begeistert
Erding gibt seinen öffentlichen Gebäuden neue Namen – als Teil einer umfassenden Imagekampagne. Das Rathaus soll bald Eventforum Erding heißen, eine Entwicklung, die an andere Umbenennungen erinnert – etwa als aus Raider plötzlich Twix wurde. Doch nicht alle sind von den Plänen überzeugt: Manche argumentieren, das im Stil der 1980er Jahre erbaute Haus bräuchte stattdessen einfach eine Modernisierung.
Die Eishalle in Erding trägt bereits den neuen Namen Stadtwerke Arena. Hier feierte das lokale Eishockeyteam, die Gladiators, kürzlich seinen Meistertitel. Fans hoffen, dass der neue Name künftig noch mehr Zuschauer anlockt.
Weitere Umbenennungen könnten folgen: Aus dem roten Café und der Touristeninformation könnte die Piazza Pianka werden, die Filiale der Sparkasse in Sparkaffe umbenannt werden. Auch für die Schrannenhalle und das Sparkassenhaus werden neue Bezeichnungen geprüft. Und es gibt noch kreativere Vorschläge: Das Amtsgericht könnte zum Turm der Zweifel werden, die Stadtbibliothek zum Leseparadies. Die Lodererhalle könnte zur Sempt Philharmonie aufsteigen, und das Messegelände könnte – falls ein bestimmter Politiker erneut vorbeischaut – in Aggropolis umbenannt werden. Selbst für das Landratsamt und das Finanzamt gibt es Ideen: Bayers-Dome, Taj Mahartin oder House of Money.
Die Umbenennungswelle erinnert an andere bekannte Namensänderungen, etwa als die „Nacht“ in Flughafenbereichen zur „Tagesrandzeit“ umdeklariert wurde. Doch die Pläne sorgen für Diskussionen: Kritiker fragen, ob ein neuer Name ausreicht – oder ob die Gebäude nicht stattdessen dringend saniert werden müssten.
Die Umbenennung des Erdinger Rathauses in Eventforum Erding markiert den Auftakt einer größeren Initiative, das Stadtbild aufzufrischen. Falls die Pläne durchkommen, folgen weitere öffentliche Orte – von Gerichten bis zu Cafés. Die Änderungen sollen die Region modernisieren, doch nicht alle Einwohner sind überzeugt, dass dies der richtige Weg ist.