19 December 2025, 14:44

ESC Preliminary Round Without Stefan Raab: Fans Cast Clear Verdict

Ein volles Stadion mit vielen sitzenden und stehenden Menschen, eine Bühne mit zwei Rednern am Podium und mehreren Fahnen und Lichtern in der Nähe.

ESC Preliminary Round Without Stefan Raab: Fans Cast Clear Verdict

ESC-Vorentscheid ohne Stefan Raab: Fans fällen klares Urteil

Stefan Raab verliert den ESC-Vorentscheid an eine andere Produktionsfirma. Was sagen die Fans? Eine Umfrage zeigt ein deutliches Bild.

  1. Dezember 2025

Stefan Raabs lange Verbindung zum Eurovision Song Contest ist beendet. Der Produzent und Entertainer, der 2010 Lena Meyer-Landrut zum Sieg führte, wird die deutsche Vorentscheidung künftig nicht mehr verantworten. Sein Rückzug folgt auf eine Reihe enttäuschender Quoten und eine grundlegende Neuausrichtung des Wettbewerbs.

Ab 2026 übernimmt der SWR die Organisation des Vorentscheids und löst damit den NDR als verantwortlichen Sender ab. Die Veränderung erfolgt zu einer Zeit, in der der ESC selbst mit sinkender Beliebtheit kämpft – 2026 könnte ein neuer Tiefpunkt für den Wettbewerb werden.

Raabs Abschied vom ESC markiert das Ende einer Ära: Jahrelang prägte er den Wettbewerb, produzierte Beiträge für Künstler wie Roman Lob, Guildo Horn und Max Mutzke und etablierte sich als eine der Schlüsselfiguren der deutschen ESC-Geschichte. Doch seine jüngsten TV-Projekte vermochten es nicht, das Publikum zu überzeugen.

Seit dem Relaunch von Die Stefan Raab Show Mitte September 2025 kämpft die Sendung mit schwachen Einschaltquoten. Die letzte Folge verzeichnete gerade einmal 590.000 Zuschauer – eine Zahl, die fast von einem James-Bond-Film auf dem Nischensender Nitro (RTL) erreicht wurde. Selbst eine Wiederholung der Krimiserie Wilsberg auf ZDFneo lockte mit 1,31 Millionen mehr als das Doppelte an Zuschauern an. Bei RTL wächst die Unzufriedenheit über die schwachen Leistungen der Show, besonders vor dem Hintergrund von Raabs angeblich 90-Millionen-Vertrag, während gleichzeitig 600 Mitarbeiter von Entlassungen bedroht sind. Die Kritik des Senders deckt sich mit der öffentlichen Meinung: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 80 Prozent der Befragten den Wechsel beim ESC-Vorentscheid befürworten, nur 15 Prozent lehnen die Entscheidung ab.

Der SWR hat nun die Produktionsfirma Kimmig Entertainment mit der Umsetzung der deutschen Vorentscheidung ab 2026 beauftragt. Der Wechsel steht für einen klaren Bruch mit der Raab-Ära, während der Wettbewerb mit nachlassendem Interesse und internen Umbrüchen ringt.

Raabs Abgang hinterlässt eine Lücke in der deutschen ESC-Strategie, doch die neue Partnerschaft des SWR mit Kimmig Entertainment deutet auf einen Neuanfang hin. Ob der Wettbewerb 2026 damit wieder an Fahrt aufnehmen kann, bleibt abzuwarten.

Unterdessen ist Raabs Zukunft im Fernsehen ungewiss. Die schwachen Quoten seiner RTL-Show werfen Fragen über seine nächsten Schritte auf. Die Entscheidung, ihn zu ersetzen, spiegelt nicht nur finanzielle Zwänge wider, sondern auch den Versuch, dem ESC neuen Glanz zu verleihen.