Essen baut riesige Solar-Carport-Anlage für 5.000 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr
Ignaz KreuselEssen baut riesige Solar-Carport-Anlage für 5.000 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr
Essen treibt den Ausbau der Solarenergie in der Stadt entschlossen voran. Ein großes Vorhaben auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen sieht den Bau einer weitläufigen Solar-Carport-Anlage vor, die genug Strom erzeugen soll, um jährlich tausende Tonnen CO₂ einzusparen. Das Projekt ist Teil der umfassenden Bemühungen, die Klimaziele des "Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans" (SECAP) der Stadt zu erreichen.
Die Solarüberdachung auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen wird eine Fläche von etwa 19 Hektar umfassen und rund 25.000 Solarmodule beherbergen. Mit einer Spitzenleistung von bis zu 11 Megawatt Peak (MWp) könnte die Anlage nach ihrer Inbetriebnahme die CO₂-Emissionen um etwa 5.000 Tonnen pro Jahr verringern.
Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der finalen Genehmigungen. Als Generalunternehmer für das Projekt wurde das Unternehmen ROOF+ ausgewählt.
Neben dem Carport prüft Essen weitere Standorte für Solarparks. Nach einer ersten Bestandsaufnahme identifizierte die Stadt 29.840 potenzielle Teilflächen für bodengestützte Photovoltaikanlagen. Theoretisch ließen sich auf diesen Flächen etwa 538 MW Solarstromkapazität installieren. Sechs Standorte wurden nun für eine vertiefte Prüfung vorselektiert.
Die Stadtwerke Essen werden als möglicher Investor für diese Freiflächenprojekte konsultiert. Der Fokus auf den Solarausbau unterstreicht das Engagement der Stadt für erneuerbare Energien im Rahmen des SECAP.
Die Solar-Carport-Anlage auf dem Messegelände markiert einen wichtigen Meilenstein in Essens Bestrebungen, die erneuerbaren Energien auszubauen. Mit dem geplanten Baustart 2026 und mehreren Standorten in der Prüfung will die Stadt ihre Solarkapazitäten in den kommenden Jahren deutlich steigern. Die Projekte werden direkt zu den Klimazielen beitragen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.






