Europäische Razzia gegen Menschenhandel: Krefelder Zoll deckt Lohnbetrug auf
Dragan ZimmerEuropäische Razzia gegen Menschenhandel: Krefelder Zoll deckt Lohnbetrug auf
Hauptzollamt Krefeld beteiligt sich an europaweiter Razzia gegen Menschenhandel und illegale Beschäftigung
Letzte Woche nahm das Hauptzollamt Krefeld an einer europaweiten Großaktion gegen Menschenhandel und illegale Beschäftigung teil. Zwischen dem 23. und 27. September führten Beamte im Rahmen der EMPACT-Aktionstage gezielte Kontrollen durch. An der Operation waren mehrere Behörden beteiligt, die gemeinsam gegen schwere organisierte Kriminalität vorgehen.
Während der einwöchigen Kampagne führten 73 Kontrollbeamte an verschiedenen Standorten 31 Inspektionen durch. Dabei überprüften sie 128 Personen und deckten mehrere mutmaßliche Straftaten auf. Allein in der Markthalle von Mönchengladbach wurden vier Fälle von Lohnbetrug und Veruntreuung festgestellt.
Insgesamt wurden acht Fälle von vorenthaltenen oder missbräuchlich verwendeten Löhnen dokumentiert. Zudem stellten die Ermittler zahlreiche Verstöße gegen die unverzügliche Meldepflicht fest. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet, und es folgen weitere Schritte entsprechend der rechtlichen Zuständigkeiten.
Die EMPACT-Aktionstage werden im Rahmen der Europäischen Multidisziplinären Plattform gegen Kriminelle Bedrohungen (EMPACT) koordiniert. Sie bringen Strafverfolgungsbehörden, Justizorgane und Fachkräfte zusammen, um kriminelle Netzwerke zu zerschlagen. Die Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) betonte, dass der Fokus auf fairer Bezahlung, legalen Arbeitsbedingungen und dem Schutz der Beschäftigten liege.
Die Aktion zeigte erneut die anhaltenden Risiken von Arbeitsausbeutung und Lohnbetrug auf. Die Behörden werden die Verdachtsfälle weiterverfolgen und die Ergebnisse detailliert auswerten. Die Zusammenarbeit der Behörden soll die Bekämpfung organisierter Kriminalität im Arbeitsmarkt stärken.






