Evangelische Kirche im Rheinland kämpft mit Reformen gegen Mitgliederschwund und Finanzkrise
Georgine MansLandessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche im Rheinland kämpft mit Reformen gegen Mitgliederschwund und Finanzkrise
Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat in Bonn eine fünftägige Landessynode eröffnet, um drängende finanzielle Herausforderungen zu bewältigen. Angesichts eines jährlichen Mitgliederschwunds von etwa 70.000 Menschen drängen die Verantwortlichen auf tiefgreifende Reformen, um die Zukunft der Kirche zu sichern.
Die Synode begann mit dem traditionellen Rechenschaftsbericht von Kirchenpräsident Thorsten Latzel über die aktuelle Lage der Kirche. Im Anschluss konzentrieren sich die Delegierten auf einen Entwurf für eine Finanzstrategie, die Kosten senken und die Abhängigkeit von Kirchensteuern verringern soll.
Ziel ist es, bis 2030 im Haushalt der Landeskirche mindestens 33 Millionen Euro einzusparen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Kirche ihre Relevanz bewahren will, während die Zahl der Gemeindemitglieder schrumpft. Die Kirchenpräsidentin, Prof. Dr. Christiane Tietz, hatte kürzlich eine Neujahrsbotschaft für 2026 veröffentlicht – ob sie an der Eröffnung der Synode mitwirkt, steht jedoch noch nicht fest.
Der vorgeschlagene Finanzplan soll die wirtschaftlichen Grundlagen der Kirche in den kommenden sechs Jahren stabilisieren. Falls die Maßnahmen beschlossen werden, könnten sie die Arbeitsweise der EKiR in einem sich wandelnden religiösen Umfeld grundlegend verändern. Das Ergebnis der Abstimmung wird die Weichen für die geplanten Kürzungen und die langfristige Zukunftsfähigkeit der Kirche stellen.