Evonik kürzt Dividende auf 1,00 Euro und streicht 1.000 Stellen bis 2026
Dragan ZimmerEvonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik kürzt Dividende auf 1,00 Euro und streicht 1.000 Stellen bis 2026
Evonik senkt Dividende für 2025 auf 1,00 Euro pro Aktie
Der Chemiekonzern Evonik hat eine Kürzung der Dividende für das Jahr 2025 auf 1,00 Euro je Aktie bekannt gegeben – ein Rückgang gegenüber den 1,17 Euro im Vorjahr. Gleichzeitig meldete das Unternehmen sinkende Umsätze und Gewinne und kündigte an, im Jahr 2026 rund 1.000 Arbeitsplätze abzubauen.
Der Umsatz lag 2025 mit 14,1 Milliarden Euro sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) ging um neun Prozent zurück und belief sich auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet Evonik mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.
Evonik bleibt zwar ein wichtiger Akteur im europäischen Markt für Spezialchemikalien, sieht sich jedoch zunehmendem Wettbewerb durch chinesische Hersteller ausgesetzt – vor allem in standardisierten Segmenten. Das Unternehmen konzentriert sich auf hochmargige Bereiche wie Leistungsmaterialien, Ernährung und Pflegeprodukte, in denen chinesische Konkurrenten bisher weniger präsent sind. Doch der Vorsprung schrumpft, da chinesische Firmen ihre Forschung und hochwertige Produktion ausbauen.
Künftig wird die Dividendenpolitik an 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernnettoergebnisses geknüpft. Diese Neuausrichtung wird von dem größten Aktionär, der RAG-Stiftung, unterstützt.
Die Dividendenkürzung und der Stellenabbau sind Teil der Anpassung an schwächere Finanzkennzahlen und den wachsenden Wettbewerbsdruck. Die künftigen Ausschüttungen hängen von der Profitabilität ab – für 2026 werden die Erträge voraussichtlich unter den bisherigen Werten bleiben.