Festung Königstein setzt 2025 auf neue Attraktionen trotz Besucherrückgangs
Ignaz KreuselBurg Koenigstein lockt mit Kanonenfeuer und Märchenfesten - Festung Königstein setzt 2025 auf neue Attraktionen trotz Besucherrückgangs
Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz verzeichnete 2024 426.547 Besucher – ein Rückgang um 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Rückgangs konnte der Weihnachtsmarkt mehr Gäste begrüßen: Rund 54.700 Besucher strömten auf das historische Gelände. Die Anlage entwickelt sich weiter – mit neuen Fördermitteln und geplanten Veranstaltungen für 2025.
Im vergangenen Jahr hatte die Festung mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen: Ein verregneter Juli, die Sperrung der Brücke in Bad Schandau sowie Bauarbeiten an der B 172 beeinträchtigten die Besucherzahlen. Dennoch stieg der Anteil internationaler Gäste von 33 auf 37 Prozent.
Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen fast 80 Millionen Euro in die Sanierung und den Erhalt des 9,5 Hektar großen Freilichtmuseums investiert. Nun wurden zusätzliche 7 Millionen Euro für weitere Restaurierungsarbeiten bis Ende 2027 bewilligt. Eines der kommenden Projekte ist die Eröffnung der restaurierten Räumlichkeiten des ehemaligen Bader-Chirurgen, die 2025 als interaktive Museumsausstellung zugänglich sein werden.
Die Festung Königstein blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Sie diente im Laufe der Jahrhunderte als mittelalterliche Burg, Kloster, Staatsfestung und Gefängnis. Seit 1955 ist sie zudem ein gefragter Drehort – unter anderem für den Film "Königstein – Das Monstrum" (1991) von Heinrich Breloer und Horst Königstein.
2025 steht ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm an, darunter: - Königsteiner Frühlingserwachen (21. März – 19. April) - Militärisches Leben (18. April) - Familien-Spiel-Festung (9.–10. Mai) - Märchenfest (27. Juli) - Kanonendonner (29. August) - Kinderfest (20. September)
Die Festung bleibt ein zentraler kultureller und historischer Ort, der Denkmalschutz mit modernen Attraktionen verbindet. Mit kontinuierlichen Investitionen und einem vollen Veranstaltungskalender will sie auch künftig sowohl lokale als auch internationale Besucher begeistern. Die neue Ausstellung zum Bader-Chirurgen und die geplanten Feste sollen 2025 für zusätzlichen Zulauf sorgen.