Flughafen Düsseldorf plant mehr Kapazität – ohne Lärmkompromisse
Georgine MansFlughafen Düsseldorf plant mehr Kapazität – ohne Lärmkompromisse
Flughafen Düsseldorf reicht angepassten Genehmigungsantrag ein
Flughafen Düsseldorf stellt überarbeiteten Antrag: Flexiblere Kontingente, moderne Flugzeuge, unveränderte Nachtflugregeln und mehr
17. Dezember 2025, 10:32 Uhr
Der Flughafen Düsseldorf hat beim Verkehrsministerium von Nordrhein-Westfalen einen überarbeiteten Planungsantrag eingereicht. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Flugkapazitäten zu erhöhen, ohne die bestehenden Lärmschutzauflagen zu lockern. Bevor die Pläne in die öffentliche Anhörung gehen, werden sie nun von den Behörden geprüft.
Mit dem neuen Antrag strebt der Flughafen eine Erhöhung der koordinierten Flugbewegungen von derzeit 47 auf 60 pro Stunde an – bezogen auf das bestehende Zweibahnen-System. Zudem sollen bisher für die Allgemeine Luftfahrt reservierte Slots künftig auch für Linien- und Charterflüge genutzt werden können, was mehr Flexibilität bietet.
Die überarbeiteten Pläne umfassen eine aktualisierte Luftverkehrsprognose bis 2040 sowie eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Nachtflugregeln bleiben streng: Zwischen 22:00 und 23:00 Uhr sind keine Starts erlaubt. Die maximale Zahl der Landungen in den späten Abendstunden bleibt bei 33, wobei verspätete Flüge bis 23:30 Uhr und Heimatairlines bis Mitternacht landen dürfen.
Die bestehende Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bleibt unverändert. Zudem beantragt der Flughafen bauliche Anpassungen, um die Bodenabfertigung zu optimieren und die Nutzung der parallelen Start- und Landebahnen effizienter zu gestalten.
Zunächst wird das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) den Antrag prüfen. Anschließend überprüft das Verkehrsministerium die Unterlagen auf Vollständigkeit. Nach Freigabe für das öffentliche Verfahren leitet die Bezirksregierung Düsseldorf die Pläne an 13 umliegende Kommunen sowie relevante Behörden zur Stellungnahme weiter.
Bevor Änderungen in Kraft treten, muss der überarbeitete Antrag mehrere Prüfungen durchlaufen. Bei einer Genehmigung könnte der Flughafen seine Abläufe effizienter gestalten, ohne die aktuellen Lärmgrenzwerte zu überschreiten. Als nächster Schritt stehen die öffentliche Anhörung und das Feedback der lokalen Behörden an.