01 January 2026, 07:14

Ford in Köln streicht 3.500 Jobs früher als geplant – und setzt auf Elektro-Zukunft

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einem Präsentationsfolie.

Ford in Köln streicht 3.500 Jobs früher als geplant – und setzt auf Elektro-Zukunft

Fords Kölner Werke beginnen bereits diesen Freitag mit dem Abbau von rund 3.500 Stellen – früher als geplant. Ursprünglich sollten die Entlassungen erst 2027 umgesetzt werden, nun stehen sie noch in diesem Jahr an. Die Beschäftigten haben drei Monate Zeit, sich freiwillig für einen Aufhebungsvertrag zu melden, während das Unternehmen seine Strukturen umbaut.

Erstmals angekündigt wurden die Stellenstreichungen Ende letzten Jahres; in der aktuellen Runde sind 2.770 Arbeitsplätze betroffen. Weitere 730 Stellen waren bereits Teil eines früheren Restrukturierungsplans. Die Kürzungen betreffen nahezu alle Bereiche der Kölner Standorte, einschließlich der Fahrzeugmontage.

In der Produktion fällt eine komplette Schicht weg – statt zwei wird künftig nur noch in einem Schichtbetrieb gearbeitet. Dadurch steigen voraussichtlich die Herstellungskosten pro Fahrzeug. Für die freigesetzten Mitarbeiter wurden großzügige Abfindungspakete vereinbart, die je nach Betriebszugehörigkeit über 100.000 Euro liegen können.

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Um den Betroffenen den Berufswechsel zu erleichtern, organisiert Ford Stellenbörsen, die den Einstieg in andere Branchen ermöglichen sollen. Gleichzeitig deutet das Unternehmen eine mögliche künftige Zusammenarbeit mit Renault an: Ab 2028 plant Ford, zwei neue kleinere Elektromodelle auf Basis der Renault-Plattform zu fertigen – zunächst jedoch in Renaults Werken in Douai und Maubeuge. Ein Engagement Renaults in Köln wird nicht ausgeschlossen, doch weitere Partner für den Standort wurden bisher nicht genannt.

Die Entlassungen markieren einen tiefgreifenden Wandel für Fords Kölner Produktion: Die Belegschaft wird verkleinert, während die Kosten pro Fahrzeug steigen. Abfindungen und Jobmessen sollen den Übergang für die scheidenden Mitarbeiter abfedern. Die geplante Elektroauto-Produktion könnte neue Partnerschaften mit sich bringen, doch konkrete Pläne stehen noch aus.