25 May 2026, 06:34

Fünf Tonnen gerettete Lebensmittel: Dortmunder Foodsharing-Aktion schockt mit Müllberg vor dem Rathaus

Aktion gegen Lebensmittelverschwendung: Über fünf Tonnen Essen auf dem Friedensplatz verteilt

Fünf Tonnen gerettete Lebensmittel: Dortmunder Foodsharing-Aktion schockt mit Müllberg vor dem Rathaus

Dortmunder Foodsharing-Initiative macht mit Großaktion auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam

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Am Samstag, dem 27. September 2025, veranstaltete die Dortmunder Foodsharing-Gruppe eine große Aktion, um auf das Problem der Lebensmittelverschwendung in der Stadt hinzuweisen. Über 400 Kisten mit geretteten Lebensmitteln – insgesamt mehr als fünf Tonnen schwer – wurden auf dem Friedensplatz direkt vor dem Rathaus ausgestellt. Die Organisatoren hofften, dass der prominente Ort die lokalen Verantwortlichen zum Handeln bewegen würde.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hatten die Lebensmittel, darunter Obst, Gemüse und Backwaren, innerhalb nur eines Tages gesammelt. Die schiere Menge überraschte Dennis Görlich, den Vorsitzenden von foodsharing Dortmund e.V., der darin einen „deutlichen Weckruf“ sah, wie viele genießbare Lebensmittel täglich weggeworfen werden. Trotz der öffentlichen Sichtbarkeit der Aktion erschien kein einziger lokaler Entscheidungsträger – ein Umstand, den Görlich als enttäuschend bezeichnete.

Neben der Ausstellung gab es ein begleitendes Bildungsprogramm. Besucher konnten an einem „Smoothie-Fahrrad“ durch Treten eigene Drinks herstellen und an interaktiven Stationen mehr über den Wert von Lebensmitteln lernen. Zum Abschluss füllten die Gäste Stoffbeutel mit geretteten Lebensmitteln, um sie mit nach Hause zu nehmen. Unterstützt wurde die Initiative von der Entsorgungsgesellschaft Dortmund (EDG), die 1.000 wiederverwendbare Beutel zur Verfügung stellte.

Trotz der Abwesenheit von Politikern werteten die Veranstalter den Tag als Erfolg. Die öffentliche Resonanz blieb hoch, und die Bildungsangebote trugen dazu bei, das Bewusstsein für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Alltag zu schärfen.

Die Besucher gingen nicht nur mit Tüten voller geretteter Lebensmittel nach Hause, sondern auch mit einem besseren Verständnis für das Ausmaß der Verschwendung. Die Organisatoren betonten, dass die fünf Tonnen Lebensmittel, die an nur einem Tag gerettet wurden, sowohl die Dimension des Problems als auch das Potenzial für Veränderungen zeigen. Künftig soll der Dialog aufrechterhalten – und der Druck auf politischer Ebene erhöht werden.

Quelle