Gamescom startet in Köln – doch Umfrage enthüllt dunkle Seiten der Gaming-Szene
Georgine MansGamescom startet in Köln – doch Umfrage enthüllt dunkle Seiten der Gaming-Szene
Gamescom: Die größte Spielemesse der Welt startet in Köln – doch eine Umfrage zeigt besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern
Diese Woche öffnet die Gamescom, die weltweit größte Fachmesse für Video- und Computerspiele, in Köln ihre Tore. Die Veranstaltung findet von Mittwoch bis Sonntag statt und wird Hunderttausende Fans anziehen. Doch eine aktuelle Umfrage unter engagierten Gamern, die solche Events besuchen, fördert beunruhigende Entwicklungen zutage.
Laut der Erhebung sind drei Viertel der leidenschaftlichen Spieler männlich. Mehr als die Hälfte (55 %) ist zwischen 16 und 34 Jahre alt. Viele aus dieser Gruppe berichten von negativen Erfahrungen beim Spielen.
Verbale Angriffe sind ein großes Problem: Rund 14 % aller befragten Spieler geben an, häufig oder sehr häufig beleidigt zu werden. Weitere 38 % der passionierten Gamer sagen, sie würden „sehr oft oder recht oft“ beschimpft. Auch Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung werden von vielen gemeldet.
Doch die Umfrage deckt nicht nur Missbrauch auf, sondern auch besorgniserregende Einstellungen: 43 % der befragten Gamer glauben, dass Jüdinnen und Juden zu viel Einfluss in der Welt hätten. Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Ansichten sind ebenfalls weit verbreitet. Einsamkeit betrifft 58 % dieser Gruppe – ein Zeichen für soziale Isolation. Zudem hatten 27 % im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen, fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
Die Ergebnisse zeichnen ein komplexes Bild der Gaming-Community. Während die Gamescom als zentraler Treffpunkt für Fans gilt, werfen die Umfragedaten grundlegendere Fragen auf. Die Messe bleibt ein Highlight für Spieler:innen, doch die Studie zeigt: In der Kernzielgruppe bestehen tiefgreifende Probleme.
