18 January 2026, 04:54

Gedenkveranstaltung in Viersen erinnert an NS-Opfer der Klinikgeschichte

Ein Plakat für einen Wohltätigkeitsbasar zugunsten der Witwen und Waisen deutscher, australischer, ungarischer und alliierter Soldaten, mit Text zur Ereignisdetails.

Gedenkveranstaltung in Viersen erinnert an NS-Opfer der Klinikgeschichte

Gedenktag am 27. Januar: Deutschland erinnert mit bundesweiten Veranstaltungen

Am 27. Januar begehen die Deutschen den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus mit Feierlichkeiten im gesamten Land. In der LVR-Klinik Viersen findet eine besondere Veranstaltung statt, die an die Opfer der NS-Zeit erinnert – mit einem besonderen Fokus auf diejenigen, die im Zusammenhang mit der Geschichte der Klinik zu Leid kamen. Das Programm umfasst einen Gedenkspaziergang sowie einen Gottesdienst in der St.-Johannes-Kirche auf dem Klinikgelände.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, dem 27. Januar, um 15:00 Uhr am Hauptverwaltungsgebäude der LVR-Klinik Viersen. Organisiert von der Klinik und der Initiative 27. Januar, startet sie mit einem Gedenkweg zu den Stolpersteinen, die auf dem Klinikareal verlegt wurden.

Im Anschluss verlagert sich die Zeremonie in die St.-Johannes-Kirche, wo ein Gedenk Gottesdienst stattfindet. Während der Feier werden die Namen von zehn Patientinnen verlesen, die im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms ermordet wurden: Anna Abel, Elisabeth Ackermann, Maria Ahlers, Gertrud Althoff, Anna Maria Altrichter, Maria Altenkamp, Elisabeth Ammann, Maria Anna Amrhein, Gertrud Ankenbrand und Helena Appel. Zu ihrem Gedenken werden Kerzen entzündet, um ihr Leben zu ehren.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird jedes Jahr am 27. Januar bundesweit begangen – an dem Tag, an dem das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. Die Veranstaltung in der LVR-Klinik Viersen lenkt in diesem Jahr den Blick besonders auf diejenigen, die innerhalb der eigenen Mauern litten.

Den Abschluss des Gedenk Gottesdienstes bildet eine stille Andacht in der St.-Johannes-Kirche. Die Namen der zehn Opfer bleiben im Mittelpunkt der Erinnerung, um sicherzustellen, dass ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Die Veranstaltung steht im Zeichen der bundesweiten Bemühungen, das Andenken an die Opfer der NS-Diktatur wachzuhalten.