03 February 2026, 05:02

Gelsenkirchener Schule erhält erstes 'Sicherer Hafen'-Zertifikat für Kinderschutz

Eine Gruppe von Kindern steht auf einem Basketballplatz, jedes hält einen Papiertüte, mit Tüten und Gegenständen rechts und einer Tafel mit Text links, mit Zaun, Pfosten, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden, Hügeln und Himmel im Hintergrund.

Gelsenkirchener Schule erhält erstes 'Sicherer Hafen'-Zertifikat für Kinderschutz

Gesamtschule Buer-Mitte in Gelsenkirchen erhält 'Sicherer Hafen'-Zertifikat für Kinderschutz

An diesem Wochenende wird die Gesamtschule Buer-Mitte in Gelsenkirchen als erste Bildungseinrichtung der Stadt das 'Sicherer Hafen'-Zertifikat für Kinderschutz verliehen. Die Auszeichnung folgt auf ein Pilotprojekt, das in diesem Jahr gestartet wurde, um gefährdeten Schülerinnen und Schülern sichere Rückzugsorte zu bieten.

Die Initiative der Schule begann mit einem Modellversuch, der Kindern in Notlagen geschützte Rückzugsorte anbieten sollte. Das Lehrpersonal wurde darin geschult, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Auch lokale Unternehmen und Vereine wurden als 'sichere Inseln' eingebunden, um Jugendlichen im Notfall Unterstützung zu bieten.

Mittlerweile stößt das Projekt auf breite Zustimmung: Die Gelsenkirchener Initiative 'KiJuTe' (Kinder-, Jugend- und Teilhabe) fördert das Vorhaben nun aktiv und plant, es auf weitere Schulen in der Region auszuweiten. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass dieser Ansatz bundesweit als Vorbild für den Kinderschutz dienen könnte.

Die offizielle Zertifikatsverleihung findet am kommenden Samstag statt. Die Schulleitung hofft, dass das Programm andere Einrichtungen motiviert, ähnliche Maßnahmen einzuführen.

Das 'Sicherer Hafen'-Zertifikat markiert einen wichtigen Schritt für mehr Kindersicherheit in Gelsenkirchen. Da sich bereits weitere Schulen dem Netzwerk anschließen wollen, zielt die Initiative darauf ab, ein flächendeckendes System geschützter Räume für Schülerinnen und Schüler aufzubauen. Langfristig soll daraus ein übertragbares Modell entstehen, das auch die bundesweite Kinder- und Jugendpolitik prägen könnte.