04 March 2026, 00:48

Gericht stoppt BfV: AfD darf nicht als rechtsextremistische Partei eingestuft werden

Ein historisches Dokument mit einer Straßenszene, einem Fahnenmast, Gebäuden, Bäumen und Himmel, überlagert mit Text aus der ersten Entwurfsfassung der deutschen Verfassung.

AfD gewinnt Eilantrag, um eine Einstufung als rechtsextrem zu vermeiden - Gericht stoppt BfV: AfD darf nicht als rechtsextremistische Partei eingestuft werden

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) darf die Alternative für Deutschland (AfD) vorerst nicht als rechtsextremistische politische Partei einstufen. Diese Entscheidung folgt einem Gerichtsurteil vom 26. Februar 2026, das die Klassifizierung bis zum Abschluss weiterer rechtlicher Verfahren aussetzt. Der Schritt markiert das vorläufige Ende eines langwierigen Streits über die politische Ausrichtung der Partei und ihre angebliche Gefahr für die demokratischen Grundsätze.

Das BfV hatte die AfD zunächst am 20. Mai 2025 als 'gesichert rechtsextremistisch' eingestuft. Diese Bewertung erfolgte nach jahrelangen Ermittlungen, darunter über 1.000 Seiten an Berichten, in denen der Partei vorgeworfen wurde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands zu untergraben. Trotz der Einstufung hatte das BfV eine vorläufige Aussetzung vereinbart und verzichtete darauf, die Bezeichnung öffentlich zu verwenden, bis die Gerichte entschieden hätten.

Die AfD reagierte mit einer Klage gegen die Einstufung. Am 26. Februar 2026 gab ihr das Verwaltungsgericht Köln recht und untersagte dem BfV, die Partei als bestätigte rechtsextremistische politische Partei zu behandeln oder öffentlich so zu bezeichnen. Das Gericht begründete dies damit, dass die Behörde das Ergebnis des Hauptverfahrens abwarten müsse, bevor die Klassifizierung vollzogen werden könne.

Schon vor dem Beschluss von 2025 stand die AfD unter Beobachtung des BfV. Das jüngste Urteil verhindert nun jede offizielle Extremismus-Zuordnung, bis ein endgültiges Urteil vorliegt.

Die Entscheidung bedeutet, dass das BfV die AfD derzeit nicht als rechtsextremistische politische Partei einordnen darf. Der Fall wird in weiteren rechtlichen Schritten verhandelt, bevor eine abschließende Entscheidung fällt. Bis dahin bleibt die Partei von dem umstrittenen Extremismus-Vorwurf verschont.

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