05 April 2026, 01:03

Gericht verschärft Tierschutz: Wer Tiertransporte in Auftrag gibt, haftet jetzt

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer Kuh, die einen Wagen zieht, mit einem Baum im Hintergrund und der Inschrift "Einschränkung von Haustieren" auf der Seite.

Gericht verschärft Tierschutz: Wer Tiertransporte in Auftrag gibt, haftet jetzt

Ein aktuelles Gerichtsurteil hat die Vorschriften für den Handel und Transport von Nutztieren in Deutschland verschärft. Die Entscheidung klärt, wer während des Transports die Verantwortung für den Tierschutz trägt, und verlagert diese auf die Auftraggeber der Beförderung – nicht mehr nur auf die Spediteure oder Käufer. Zudem entfällt eine zentrale Ausnahmebestimmung, die bisher den gewerblichen Handel ohne Genehmigung erlaubte.

Das Gericht entschied, dass künftig kein Handel mit Nutztieren ohne offizielle Genehmigung stattfinden darf. Dieser Schritt folgt auf wiederholte Verstöße gegen die Standards beim Tiertransport, die die Behörden veranlassten, die Befreiung von der Erlaubnispflicht für den gewerblichen Handel mit Wirbeltieren abzuschaffen.

Nach dem neuen Urteil trägt die Partei, die den Transport in Auftrag gibt – ob Zwischenhändler, Händler oder Verkäufer –, die volle Verantwortung für das Wohl der Tiere. Dazu gehören die Auswahl des Transportunternehmens und die Festlegung der Transportbedingungen. Selbst wenn sie die Tiere nicht selbst handhaben, bleiben sie rechtlich haftbar.

Die Entscheidung basiert auf Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von § 11 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes. Zwar gab es bisher keine deutschen Gerichtsurteile zu dieser spezifischen Frage, doch das aktuelle Urteil setzt einen klaren Präzedenzfall für künftige Fälle der Überwachung von Nutztiertransporten.

Das Urteil bedeutet strengere Kontrollen für Viehhändler und Transportorganisatoren. Wer Tiertransporte in Auftrag gibt, muss nun sicherstellen, dass die Tierschutzstandards eingehalten werden – andernfalls drohen rechtliche Konsequenzen. Die Streichung der Genehmigungsausnahmen unterstreicht zudem die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Zulassung vor jedem gewerblichen Handel mit Wirbeltieren.

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AKTUALISIERUNG

2018 Precedent Sets Stage for 2026 Liability Shift

A 2018 case in Bad Iburg provides critical legal context for Germany's 2026 ruling. A truck driver was fined 5,000 euros for mishandling cows and a bull during unloading. 'For the handling of the animals during transport, the accused alone is responsible,' the judge ruled, establishing an early precedent for strict liability. This case foreshadowed the 2026 decision, which now extends accountability to shippers rather than just carriers.